Unternehmen im Job-Special Consulting:
Tipps zur Bewerbung
Das Einmaleins des Consultings
© nyul - Fotolia.de Als Unternehmensberater ist der Kundenkontakt von enorner Bedeutung.
Sie sind Absolvent und möchten Consultant werden? Wir zeigen Ihnen, worum es im Beraterberuf geht und worauf es beim Einstieg ins Consulting ankommt.
Ein Unternehmensberater …
… bietet sein Wissen der Führungsebene im Kundenunternehmen an. Immer öfter unterstützt er die Manager auch bei der Umsetzung, der sogenannten Implementierung, seiner Lösungsvorschläge.
Unternehmensberatungen verfügen über umfassende kaufmännische sowie Industriekenntnisse, die zum Beispiel produzierenden Unternehmen fehlen. Oft haben Firmen entweder nicht die Mittel oder die Zeit, dieses Wissen aufzubauen. Durch den Wissensvorsprung sind Berater in der Lage, Strategien zu erarbeiten, die das jeweilige Kundenunternehmen längerfristig auf Wachstumskurs bringen.
Spannend ist der Jobstart in der Unternehmensberatung, …
… weil Einsteiger sehr früh verschiedene Unternehmen und Branchen kennenlernen, vielfältige Themen bearbeiten und von Beginn an eng mit Vorständen und Geschäftsleitungen der Kundenunternehmen in Kontakt kommen. Dadurch bietet die Arbeit in der Unternehmensberatung immer neue Herausforderungen, die mit jedem Projekt einhergehen und für ein schnelles und umfangreiches Lernen sorgen.
Unternehmensberater gesucht:
Booz & CompanyThe Boston Consulting GroupRoland Berger Strategy Consultants
Der Beraterberuf fordert von Einsteigern viel Einsatz. Absolventen sollten sich darüber im Klaren sein, dass Consultant ein Beruf ist, in dem man mehr als 40 Stunden die Woche arbeitet, viel reist sowie sich ständig weiterbilden und immer wieder neu orientieren muss.
Viele Beratungsunternehmen fördern die Weiterbildung ihrer Berater. Das Strategieberatungsunternehmen Booz & Company bietet Einsteigern zum Beispiel nach etwa zwei Jahren Berufserfahrung die Möglichkeiten, an einem MBA-Programm teilzunehmen oder sich befristetet für eine Dissertation freistellen zu lassen.
Wer kontinuierlich exzellente Leistungen bringt, kann firmenintern schnell aufsteigen (siehe Grafik in Teil 2). Auch ausserhalb der Beratungsunternehmen sind die Karrierechancen gut. In der Industrie werden beispielsweise Führungspositionen gerne mit ehemaligen Beratern besetzt.
Berufsstarter …
… durchlaufen zunächst eine Einarbeitungsphase und arbeiten dann an aktuellen Aufträgen aus dem gesamten Beratungsspektrum. Bei Roland Berger Strategy Consultants nehmen Einsteiger zum Beispiel erst an einem zweiwöchigen Einstiegsseminar teil, bevor sie mit einem Auftrag starten. "Die Junior Consultants werden auf den Projekten nicht alleine gelassen, sondern arbeiten eng mit dem Projektmanager oder mit einem Consultant im Team zusammen", erläutert Beatrix Morath, Partnerin bei Roland Berger.
Durch das praxisnahe Lernen und Mentoring während der Einstiegsphase gewährleisten Beratungsunternehmen, dass Einsteiger schnell ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und bald mehr Verantwortung übernehmen können. Überdies verschafft die Konfrontation mit immer neuen Projekten den Berufsstartern eine generalistische Ausbildung, in der sie sich ein breites Wissen aneignen können.
Beatrix Morath erklärt, warum das notwendig ist: "Es gibt kein Standardprojekt im Berateralltag. Jeder Kunde benötigt eine individuelle Lösung, die nicht nach einer bestimmten Schablone modelliert werden kann. Sie wird immer neu entworfen".
Kundenkontakt ist …
… das A und O in der Consulting-Branche. Ein Projektteam besteht grundsätzlich fast zu gleichen Teilen aus Consulting-Experten sowie dem Vorstand und den Abteilungsleitern des Kundenunternehmens, zum Beispiel aus dem Marketing oder Controlling. Nur durch diese breite Aufstellung des Projektteams können sich die Berater ein authentisches Bild von der Situation machen, in der sich das Unternehmen befindet.
Der Kontakt mit möglichst vielen der relevanten Unternehmensvertreter ist für die Entwicklung von Lösungen und deren Umsetzung unabdingbar. Erst dadurch akzeptiert der Kunde die Strategieempfehlung. Dies bestätigt Rüdiger Schicht, Partner und Managing Director bei The Boston Consulting Group, Schweiz: »Am Ende entsteht eine Gesamtlösung, in der der Input von BCG und dem Kunden verschmilzt.«
weiter zu Teil 2: Sehr gute Problemlösungsfähigkeiten...

