Tipps zur Bewerbung
Controlling: Der Blick in die Zukunft
© Bilderbox - Fotolia.com Controller brauchen einen geschärften Blick für Zahlen und Bilanzen.
Die Arbeit des Controllers gewinnt in Zeiten der Finanzkrise an Bedeutung. Unbedingte Voraussetzung ist dabei die Affinität zu Zahlen. Auch konzeptionelle und planerische Stärken sind gefragt.
Wer als Controller arbeiten möchte, muss sich bewusst sein, welche Anforderungen an ihn gestellt werden. Voraussetzung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Studium mit den Schwerpunkten Controlling, Finanz- oder Rechnungswesen, Bilanzierung oder Unternehmensplanung. Daneben sind praktische und fachliche Erfahrungen gefragt: Praktika bei namhaften Unternehmen der Branche ebenso wie Auslandsaufenthalte.
Berufstarter sollten sich mit Rechnungslegungsstandards wie IFRS/IAS oder US-GAAP auskennen, da immer mehr Unternehmen ihre Systeme an diese internationalen Vorschriften anpassen. Vorausgesetzt werden sehr gute IT-Kenntnisse, wie zum Beispiel in SAP R/3-Finanzbuchhaltung und allgemein in der Datenverarbeitung. Die Eigenkapitalvereinbarung Basel II oder die angestrebten Solvency II- Richtlinien sollten angehende Controller ebenso kennen.
Es wird zudem erwartet, dass ein Berufstarter ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache besitzt, da vor allem bei grösseren Unternehmen die Kommunikation in einem internationalen Umfeld stattfindet.
Mehr Infos zum Controlling:
Berufseinstieg als Controller
Aufgabenbereiche im Controlling
Soft Skills sind im Controlling wichtig
Die sogenannten Soft Skills, die weichen Fähig- und Fertigkeiten wie Motivation und Teamfähigkeit, dürfen nicht fehlen. Diese garantieren nicht nur bessere Jobchancen, sondern erleichtern den Einstieg am Arbeitsplatz. Auch die Persönlichkeit spielt im Finanz- und Rechnungswesen eine immer bedeutendere Rolle. Dies zeigt die Studie Workplace Survey, die im November 2008 von Robert Half, ein Unternehmen für Personaldienstleistungen, veröffentlicht wurde. Bei der Umfrage wurden 6'200 Personen aus der Branche befragt, von denen 35 Prozent Kommunikationstalent als wichtigste Kompetenz eines Finanzprofis angaben. Im Vergleich dazu: Branchenwissen erreichte 29 Prozent der Stimmen.
Eine gute Kommunikation ist wichtig, schliesslich soll der Controller nicht einfach nur Zahlen liefern, sondern diese auch im Sinne des Unternehmens interpretieren und darstellen. Der Controller kennt die grundlegenden Prinzipien des Firmenmanagements und kann die Schnittstellen zu anderen Bereichen wie zum Beispiel Rechnungswesen beurteilen. Er muss komplexe Inhalte verständlich an Mitarbeiter aus anderen Bereichen vermitteln. Die Zusammenarbeit mit Managern und Kollegen der Fachabteilungen erfordert auf der einen Seite diplomatisches Geschick, auf der anderen Seite aber auch Durchsetzungsfähigkeit.
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