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Jobprofil: Mediator

Ein Mediator vermittelt in Konflikten, ohne für eine Seite Partei zu ergreifen. Er analysiert und bewertet die Sachverhalte und entwickelt Strategien zur Konfliktlösung. So schafft er für alle Beteiligten eine Gewinn bringende Situation. Im Vergleich zu einer Gerichtsverhandlung hat die Mediation den Vorteil, dass bei deutlich geringeren Kosten eine schnellere Lösung erarbeitet wird. Die Beteiligung der Streitparteien an der Konfliktlösung fördert die Akzeptanz des Ergebnisses und macht eine weitere Zusammenarbeit der Parteien möglich.

Wo können Sie arbeiten?
Mediatoren können überall arbeiten, wo Menschen mit unterschiedlichen Interessen aufeinandertreffen. Das kann in der Wirtschaft, im öffentlichen Bereich oder in der Familie sein. Organisationsberatung bei betrieblichen Umstrukturierungen, Outsourcing oder Fusion ist ein mögliches Einsatzgebiet. Auch in Unternehmensberatungen eröffnen sich Betätigungsfelder.

Welche Ausbildung müssen Sie haben?
Die Ausbildung zum Mediator ist keine Erstausbildung, sondern eine Zusatzqualifikation. Empfehlenswert ist ein abgeschlossenes Studium der Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften oder der Psychologie. Vor allem für Personaltrainer und Führungskräfte bietet sich eine Weiterbildung zum Mediator an.

Welche Fähigkeiten brauchen Sie?
Die Arbeit mit Menschen in Konfliktsituationen stellt hohe Anforderungen an den Mediator. Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit, juristische sowie psychologische Kenntnisse sind Voraussetzung. Ebenfalls wichtig sind analytische und strategische Kompetenzen sowie Kundenorientierung. Ein Mediator sollte kreativ sein und überzeugend auftreten.

Welche Karriereperspektiven haben Sie?
Generell ist die Wirtschaftsmediation ein Wachstumsbereich. Bisher gibt es noch mehr freie als festangestellte Mediatoren. Letztere finden sich zumeist im öffentlichen Bereich und in Konzernen. Als Mediator kann man sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren und international arbeiten.

Datum: 3/2009
Autorin: Stefanie Riemann

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