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Jobprofil: Bioinformatiker

Der noch recht junge, doch gefragte Beruf des Bioinformatikers ist das Bindeglied zwischen Biologie und Informatik. Viele Erkenntnisse können erst durch die von ihm verwalteten Datenbänke und individuell entwickelten Analyseprogramme gewonnen werden. Er entwirft 3D-Modelle und simuliert chemische Prozesse, beschäftigt sich mit der Genomanalyse und entwickelt die Robotik zur automatischen Auswertung biologischer und chemischer Synthesen.

Damit unterstützt er die Forscher aktiv bei ihrer Arbeit, vor allem in der Genforschung. So werden zum Beispiel durch das Durchspielen vieler Kombinationen zeitaufwendige Versuchsreihen ersetzt. Die letztendliche Auswertung der gewonnenen Daten jedoch obliegt den Biologen. Ein Bioinformatiker muss sich ständig über die neuesten internationalen Entdeckungen auf dem Laufenden halten und diese verwerten.

Wo können Sie arbeiten?
Bioinformatiker arbeiten überall dort, wo im Bereich der Biologie und Medizin eine grosse Menge an anfallenden Daten verwertet werden muss. In biowissenschaftlichen Forschungsinstituten aber auch in der Luft- und Raumfahrt und Automatisierungstechnik werden mehr und mehr Bioinformatiker gesucht. Arbeit- oder Auftraggeber der Forschungsprojekte sind zumeist Pharmakonzerne und die Wirkstoffforschung. Zusätzliche Karrierechancen bieten Unternehmensberatungen. Dort werden Bioinformatiker aufgrund ihrer analytischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten geschätzt.

Welche Ausbildung müssen Sie haben?
Nach einem Studium der Biologie, Biochemie, Biophysik, Medizin oder der Informatik hat man gute Chancen. An manchen Hochschulen kann Bioinformatik zudem im Nebenfach studiert werden. Ausserdem gibt es in der Schweiz die Möglichkeit, ein einjähriges Nachdiplomstudium der Bioinformatik zu absolvieren. Anderen Ländern bieten auch direkte Studiengänge an. In jedem Fall werden für den Beruf Bioinformatik Kenntnisse aus beiden Spezialgebieten – Naturwissenschaft und Informatik – verlangt. Eine frühzeitige Spezialisierung auf Bioinformatik ist daher empfehlenswert.

Welche Fähigkeiten brauchen Sie?
Grundlegend für diesen Beruf ist sowohl informationstechnisches als auch naturwissenschaftliches Verständnis. Ausserdem handelt es sich hierbei um eine sehr kommunikative Tätigkeit; sie sichert den Austausch zwischen Biologen und Informatikern. Wichtig ist daher die Bereitschaft, mit in unterschiedlichen Bereichen qualifizierten Kollegen vernetzt zu arbeiten. Die Vielfältigkeit der Problemstellungen verlangt darüber hinaus ein hohes Mass an Flexibilität und Frustrationstoleranz.

Welche Karriereperspektiven haben Sie?

Durch die neuen technischen Entwicklungen und das seit einigen Jahren aufkeimende Interesse an der Gentechnik, haben Bioinformatiker gute Jobaussichten. Wer sich zusätzlich weiterqualifizieren möchte, kann noch einen Master oder eine Promotion anschliessen, um seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Datum: 2/2009
Autorin: Eva Schenkelberg

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