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Biotechnologie: Branchenüberblick
Im europäischen Vergleich belegen die Schweizer Biotech-Unternehmen Spitzenpositionen. Ein Grund dafür ist das enge Netzwerk zwischen Forschung und Industrie. Naturwissenschafter und Ingenieure sorgen für eine rund laufende Produktion.
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Die Biotechnologie ist eine sehr forschungsintensive Branche mit hohen Standards hinsichtlich Qualität und Sicherheit. Das erfordert umfangreiche Investitionen seitens der Kapitalgeber – zumal es leicht zehn Jahre dauern kann, bis ein Produkt, beispielsweise ein neuer Wirkstoff, auf dem Markt eingeführt wird. Ein oft international besetztes Kompetenzteam aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Biochemie, Mikrobiologie und Immunologie sowie Verfahrenstechnik und Patentrecht arbeitet daran, die Projektzeit stetig zu verkürzen und die Kapitalgeber mit Entwicklungsfortschritten zu überzeugen.
Die Biotechnologie nutzt biologische Vorgänge für die industrielle Fertigung verschiedenster Produkte. Dazu gehören beispielsweise Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien, die in technischen Prozessen Naturprodukte umwandeln oder bei der Herstellung von chemischen Substanzen mitwirken. So beruhen Bereiche der Lebensmittelproduktion wie auch die Herstellung verschiedener Enzyme und Medikamente (z. B. Antibiotika) auf biotechnologischen Prozessen. Neben der grünen (alles, was mit Nahrungsmitteln zu tun hat) und roten Biotechnologie (Pharmazie) wird die Branche in weisse (Chemie) und blaue Biotechnologie (alles, was mit Wasser zu tun hat) eingeteilt.
Die Schweizer Branchenlandschaft
Die Schweiz ist aufgrund der renommierten Hochschulforschung, des hoch qualifizierten Personals und starken Netzwerks zwischen Forschung und Industrie ein guter Standort für Biotech-Unternehmen. 2007 erwirtschafteten die 220 Firmen der Branche mit rund 14'000 Mitarbeitenden einen Umsatz von sieben Milliarden Franken.
Über die Hälfte der Schweizer Biotech-Firmen sind kleinste Unternehmungen mit weniger als 20 Beschäftigten. Die meisten Firmen haben ihre Wurzeln in den Universitäten und Eidgenössischen Technischen Hochschulen, einige sind Spin-offs bestehender Firmen und Ableger ausländischer Gesellschaften. Börsennotierte Firmen wie Actelion, Basilea, BernaBiotech, Cytos und Serono sind neben den Pharmariesen Novartis und Roche im europäischen Vergleich auf Spitzenpositionen. Durch die Sogwirkung der Pharmariesen haben sich regional so genannte Biotech Cluster (Centren für Biotech-Firmen) gebildet. Dies sind Bioalps in der Region Genf, BioValley in der Region Basel sowie die Greater Zurich Area und Biopolo im Tessin.
Den vollständigen Branchenbericht Biotechnologie finden Sie im Hobsons 2010/11.
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Datum: 02/10
Autor: Claudia Schäfer
