Einstiegssaläre
Viele Unternehmen suchen ihren Führungsnachwuchs nicht mehr nur allein im jeweiligen Land. Sie weichen immer öfter zumindest auf die Nachbarländer aus. Somit gewinnt auch der Vergleich der Einstiegssaläre von Universitätsabsolventen verschiedener Länder zunehmend an Bedeutung. Aufgrund der erhöhten Mobilität und des gesteigerten Interesses von Jungakademikern, international tätig zu sein, spielt eine adäquate Salärhöhe auch von der Nachfrageseite eine bedeutende Rolle.
Der folgende Salärvergleich ist mit mannigfaltigen methodischen Problemen besetzt. Das beginnt mit den von Land zu Land durchaus unterschiedlichen Abschlüssen und Aufgabeninhalten gleichnamiger Positionen und den daraus resultierenden Bewertungen der Aufgaben. Hinzu kommen, auch bei einheitlicher Umrechnung in Euro, Diskrepanzen zwischen Währungs- und Kaufkraftrelationen sowie unterschiedliche Belastungen mit Einkommensteuer und Sozialabgaben.
Durchschnittliche Einstiegssaläre von Universitätsabsolventen (Angaben in Euro)
Zusatzleistungen variieren stark
Erhebliche Unterschiede werden auch bei der Gewährung von Zusatzleistungen deutlich. Zudem variieren die Regelungen zur Arbeitszeit und die unterschiedliche Anzahl an Urlaubstagen in den einzelnen Ländern stark. Die unterschiedlich hohen Abzüge (Einkommensteuer, Berücksichtigung des Familienstandes, Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Alters-, Invaliditäts- und Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherungsbeiträge etc.) führen zu unterschiedlichen Nettojahreseinkommen. Diese werden mehr oder minder stark relativiert durch die angesprochenen Parameter wöchentliche Arbeitszeit und Dauer des Jahresurlaubs. So arbeiten Berufseinsteiger weniger als 40 Stunden in der Regel in Dublin (35 Stunden), Kopenhagen, Oslo, London und Frankfurt (jeweils 37,5 Stunden) sowie in Amsterdam, Brüssel, und Stockholm (38 Stunden). Durchschnittlich 40 Stunden und mehr werden dagegen in Mailand (40 Stunden) und Zürich (41 Stunden) gearbeitet. Den längsten Urlaub gewähren Unternehmen in Deutschland und Italien. Kürzeren Urlaub gewähren Unternehmen in Norwegen und Schweden (25 Arbeitstage), in Spanien (23 Arbeitstage), in der Schweiz und in Irland (je 22 Arbeitstage) sowie insbesondere in Belgien (20 Arbeitstage).

