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Der Hobsons 2010/2011

 

Fit für die Prüfung: Der Weg zum diplomierten Wirtschaftsprüfer

Der Beruf des eidgenössisch diplomierten Wirtschaftsprüfers ist für viele Wirtschaftswissenschafter ein wichtiges Karriereziel. Durch die mit der Bologna-Reform verbundenen Umstellungen in der Ausbildung gibt es eine neue Prüfungsordnung, welche die Ausbildung und Prüfung erleichtern und flexibler machen soll.
WirtschaftsprüferFoto:© János Gehring – Fotolia.com

Die Ausbildung zum diplomierten Wirtschaftsprüfer bedeutet einen grossen Karriereschritt.

Den Bachelor- oder Masterabschluss hinter sich und einen Arbeitsvertrag bei einem grossen Wirtschaftsprüfungsunternehmen in der Tasche – damit wäre der Berufseinstieg geschafft. Doch wer in der Wirtschaftsprüfung Karriere machen möchte, kommt an der Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Wirtschaftsprüfer nicht vorbei. Erst wer die Prüfung bestanden hat, darf eigene Mandate übernehmen, Jahresbilanzen prüfen und als Sachverständiger in wirtschaftlichen Angelegenheiten mitwirken.

Ein Wirtschaftsprüfer muss in der Lage sein, zukunftsorientiert zu planen und zu kalkulieren. Dafür ist nicht nur ein umfassendes Verständnis der Wirtschaftslage erforderlich, sondern auch ein fundiertes Wissen in den Bereichen Accounting, Financial Reporting, Management Accounting, Finance, Revision, Recht und Steuern. Ein dreijähriges Bachelorstudium reicht da kaum aus, legt aber den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.

Disziplin und Durchhaltevermögen gefragt

Der Karriereweg eines zukünftigen Wirtschaftsprüfers beginnt nach dem Hochschulabschluss in einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen im Bereich Trade and Industries oder Financial Services. Nach einem Jahr im Job kann die Ausbildung begonnen werden, in manchen Fällen sogar früher.

Das bestätigt auch Martin Nay, Leiter der Abteilung Wirtschaftsprüfung bei BDO Visura und Mitglied der Kommission für Wirtschaftsprüfung der Treuhand-Kammer: „Absolventen der Universität und Fachhochschule beginnen in der Regel sofort bei Einstieg bis ein Jahr nach Einstieg mit der Ausbildung zum dipl. Wirtschaftsprüfer bzw. Wirtschaftsprüferin.“

Doch so schnell der Einstieg auch sein mag, die Ausbildung ist lang und verlangt den Kandidaten viel ab. Konnten bis 2009 die Ausbildungsmodule noch in einem Vollzeitlehrgang mit anschliessender Praxisphase absolviert werden, ist dies jetzt nur noch berufsbegleitend möglich. Kandidaten müssen daher viel Disziplin und Durchhaltevermögen mitbringen. Denn neben den aufwendigen Lernphasen, muss parallel im Job mit dem gleichen Engagement weitergearbeitet werden.

„Da man in der Regel jede Woche bei einem anderen Kunden arbeitet, sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefragt“, erklärt Martin Nay. Dazu gehören auch ein ausgeprägtes Zahlenflair und die Bereitschaft zu Überstunden.

Neue Ausbildung – neue Prüfung

Schätzen Sie die Arbeit mit Menschen und Zahlen? Dann sind Sie in Audit, Tax und Controlling richtig. In unserem aktuellen Job-Special haben wir die Besonderheiten der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und des Controllings für Sie zusammengefasst. Lesen Sie mehr über Einstiegsmöglichkeiten und Karriereaussichten.

Um den Spagat zwischen Examen und Job für die angehenden Wirtschaftsprüfer zu vereinfachen, wurde 2009 ein neues Ausbildungs- und Prüfungskonzept eingeführt. Gab es früher fünf Module, gibt es heute nur noch drei, zusammengefasst in die Bereiche Accounting & Finance, Audit sowie Tax & Legal.

In einem Assessment-Center zu Beginn der Ausbildung können die Kandidaten testen, ob sie bereits genügend Wissen in Accounting & Finance mitbringen. Ist dies der Fall, muss ein Teil der Modulprüfung Accounting & Finance nicht mehr abgelegt werden. Einzig der Teilbereich Financial Reporting muss absolviert werden.

Diese Regel gilt sowohl für Bachelor- als auch für Masterabsolventen. Einzig bei spezialisierten Masterabschlüssen im Accounting & Finance Bereich ist auch direkt eine ganzheitliche Befreiung von der Modulprüfung durch die Prüfungskommission möglich.

weiter zu Teil 2: Masterabsolventen potenziell im Vorteil

zum Artikel Fit für die Prüfung: Der Weg zum diplomierten Wirtschaftsprüfer als PDF

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