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Der Weg zum diplomierten Wirtschaftsprüfer
Masterabsolventen potenziell im Vorteil
Generell können sich Master- gegenüber Bachelorabsolventen einen Vorteil erarbeiten. Da Masterabsolventen bereits mehr Wissen und praktische Erfahrung aus ihrem längeren Studium mitbringen, kann für sie die Ausbildung nur drei statt vier Jahre dauern, sofern sie die Modulprüfungen Audit sowie Tax & Legal nach zwei Jahren im ersten Anlauf erfolgreich absolviert haben.
Während Masterabsolventen somit im dritten Jahr das Diplom-Modul und die anschliessende Diplomprüfung absolvieren, müssen Bachelor ein weiteres Jahr Praxiserfahrung im Job sammeln. Sie können das Diplom-Modul und ihr Examen erst im vierten Jahr absolvieren.
Diese Neuerungen sollen die praxisorientierte Ausbildung fördern und die Abwesenheit der Examenskandidaten vom Arbeitsplatz auf die Zeit ausserhalb der so genannten Busy Season, der Hauptprüfungsperiode, verlegen.
Der Arbeitgeber unterstützt
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Wer seine Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer aus eigener Tasche bezahlen würde, müsste schnell 20.000 Franken und mehr für die reinen Ausbildungskosten auf den Tisch legen. Viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeitenden daher sowohl mit Auszeiten für Lernphasen als auch finanziell, wie beispielsweise BDO Visura. „Die Modulkosten und Prüfungsgebühren werden von uns komplett übernommen“, erklärt Martin Nay. „Zudem werden die Zeiten für den Besuch der Schule, die Absolvierung der Ausbildungsmodule sowie Prüfungen und in gewissem Umfang auch Lernzeiten als bezahlte Weiterbildung angerechnet.“
Diese Regelung gilt auch in den meisten anderen Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Im Gegenzug verpflichten sich Examenskandidaten, nach Beendigung der Ausbildung eine gewisse Zeit bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben. Tun sie das nicht, müssen sie die Ausbildungskosten zurückzahlen.
Mit Engagement zum Manager
Um sich am Ende diplomierter Wirtschaftsprüfer nennen zu können, muss nicht nur jedes der drei Module mit einer Prüfung abgeschlossen, sondern auch die finale Diplomprüfung abgelegt werden. Diese nennt sich Professional Judgement und besteht aus einer siebeneinhalbstündigen Fallstudie, einem einstündigen Fach- und Expertengespräch sowie einem Kurzreferat. Erfolgreiche Prüflinge können nicht nur selbstständig Mandaten betreuen, sondern auch mit genügend Engagement in eine Managerposition aufsteigen.
Datum: 11/2009
Autorin: Eva Schenkelberg
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