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IT-Branche: Visionen verwirklichen
Kaum eine Branche ist so innovativ wie die Informationstechnologie. Entsprechend spannend sind die Projekte, die auf Hochschulabsolventen warten.
Foto:© ktsdesign/Fotolia.de
Dank immer wieder technischer Neuerungen gibt es für Informatiker spannende Arbeitsbereiche.
14.762 Prozessoren, die bis zu 141 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde durchführen können: Das ist der »Monte Rosa«. Der neue Supercomputer des Schweizer Hochleistungsrechenzentrum (CSCS) in Manno bei Lugano gehört zu den Top Five der schnellsten Rechner Europas.
Monte Rosas Hauptspeicher hat eine Speicherkapazität von 29,5 Terabyte, was ungefähr der von 30.000 Laptops entspricht. Ein Traum für jeden IT-Enthusiasten. Schneller, grösser, weiter – in der IT-Welt jagt eine Innovation die nächste. Das macht die Branche auch für Hochschulabsolventen so spannend.
Abwechslungsreiche Aufgaben für Informatiker
Die Vielfalt reizt auch Philipp Böckers, der in seinem Job Projektarbeit und wissenschaftliche Arbeit miteinander verknüpfen kann. Der 33-Jährige arbeitet seit Anfang 2007 bei Capgemini sd&m in Zürich. Das Unternehmen konzipiert, entwickelt und setzt individuelle Prozess- und Softwarelösungen für seine Kunden um.
Philipp Böckers hat schon in den unterschiedlichsten Projekten gearbeitet. "Derzeit bin ich in der Qualitätssicherung für die Einführung einer Software bei einer Bank tätig", berichtet der Diplom-Informatiker. "Ich begleite die Einführungsprozesse, teste die Anwendungen, kümmere mich um Fehlermeldungen." Dazu ist er vier bis fünf Tage vor Ort beim Kunden. In einem anderen Projekt für eine Grossbank hat er für ein neues Softwaresystem die Datenmigration konzipiert und durchgeführt. "Man muss sich immer wieder in neue Kontexte hineindenken", sagt Philipp Böckers.
Die Anforderungen: Fremdsprachenkenntnisse, Neugier und Toleranz
Die Grundlagen für seine Arbeit hat sich der Informatiker im Studium angeeignet – der Rest war Training on the- Job. Da er häufig mit Kunden und Geschäftspartnern aus dem Ausland zu tun hat und auch die Fachliteratur meist nur in Englisch verfügbar ist, sind Fremdsprachenkenntnisse ein Muss.
Selbstständigkeit, Neugier, Toleranz und Kommunikationsfähigkeit nennt der Softwareingenieur als weitere Anforderungen an seinen Job. "Neben meiner Projektarbeit habe ich bei Capgemini sd&m auch die Möglichkeit, im Research – einem Bereich, der sich mit Innovationen im Software-Engineering befasst – zu arbeiten und mich dort an interessanten Themen zu beteiligen", erklärt Philipp Böckers.
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Als Trends in der IT sieht er vor allem die Themen Outsourcing ins Ausland, eine frühere Qualitätssicherung als bisher und modellgetriebene Entwicklung – das heisst, dass man mit technischen Modellen Software erzeugen und testen kann.
Dr. Oliver Münster von GFT Technologies (Schweiz) in Zürich sieht als weiteren Trend das Cloud Computing, also das Auslagern von Daten ins Internet. Damit will man der Unmengen von Bits und Bytes Herr werden, die mittlerweile durch IT-Anwendungen entstehen.
Gute Chancen in der IT-Entwicklung und -Beratung
Oliver Münster kennt sich mit neuen Trends aus, denn er ist verantwortlich für alle GFT-Projekte in der Schweiz. Hochschulabsolventen haben in der Entwicklung und in der Beratung gute Chancen auf einen Einstieg. "Bewerber sollten praktische Erfahrungen aus der IT-Branche mitbringen sowie Mobilität und eine hohe Sozialkompetenz", betont Oliver Münster.
Englisch- und Französischkenntnisse – letztere vor allem für Projekte für die öffentliche Verwaltung – sind gern gesehen. Nach einigen Jahren im Unternehmen können sich die IT-Experten entscheiden, ob sie ihren Karriereweg eher ins Projektmanagement oder zur Verantwortung für Fachaufgaben lenken wollen. Wirtschaftsinformatiker, die technisches mit wirtschaftlichem Wissen vereinen, sind besonders geeignet für Projektleiteraufgaben.
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