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Der Hobsons 2010/2011

 

Grüne Zukunft: Karriere mit Mehrwert

Nachhaltiges Handeln hat sich längst zu einer gesamtwirtschaftlichen
Zielsetzung entwickelt. Attraktive Einstiegsmöglichkeiten bieten sich in nahezu jedem Wirtschaftszweig. Voraussetzung: Die Experten im Dienste
der Umwelt müssen ökonomisch denken.
Foto: Gruene Zukunft Foto: Stefan Wildhirt

Grüne Zukunft: Nachhaltigkeit ist vielen Unternehmen wichtig und schafft Arbeitsplätze.

Karriere, ja, aber bitte mit gutem Gewissen. Dank einer beständig wachsenden Zahl nachhaltig orientierter Jobs ist das keine Utopie mehr. Nach jahrzehntelangem Zögern und gleichzeitigem Druck durch die Politik hat die Wirtschaft Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit als Wachstumsmotor entdeckt.

Die Schweizer Hochschulen passen sich der steigenden Nachfrage nach entsprechend qualifizierten Bewerbern an. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studiengänge, die klassische Inhalte mit einem speziellen Fokus auf Nachhaltigkeit vermitteln. Das Spektrum reicht von der Betriebswirtschaftslehre über die Ingenieur- bis zu den Naturwissenschaften.

Ökonomischer Erfolg und ökologisches Bewusstsein

Am Institut für Wirtschaft und Ökologie der Universität St. Gallen werden Master of Arts in Betriebswirtschaftslehre beziehungsweise Master in International Management ausgebildet.

Für Professor Rolf Wüstenhagen sind in der heutigen Wirtschaftswelt untrennbar miteinander verbunden: "Selbstverständlich gibt es Spannungsfelder, vor allem zwischen kurzfristigem Profit und langfristiger Schonung natürlicher Ressourcen. Es ergeben sich aber auch neue Marktchancen."

Grüne Technologie und biologisch erzeugte Produkte verzeichnen überdurchschnittliche Zuwachsraten. Umgekehrt zeigen traditionelle Branchen wie die Automobilindustrie, dass wirtschaftlicher Erfolg ohne Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsinteressen immer weniger möglich ist. Dass es um mehr als einen kurzfristigen Trend geht, lässt sich an der wachsenden Zahl der Branchen und Berufsfelder ablesen, die ihr Handeln an sozial- und umweltverträglichen Massstäben ausrichten.


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Energieunternehmen, Banken und Handel: Nachhaltigkeit zählt in allen Branchen

Vorreiter sind Unternehmen, die sich mit der Erzeugung erneuerbarer Energien beziehungsweise der Reduzierung des allgemeinen Energieverbrauchs befassen. Sie profitierten von der politischen Weichenstellung, die in den vergangenen Jahren unter dem Druck der weltweiten Klimaerwärmung sowie der drohenden Verknappung fossiler Brennstoffe erfolgte.

Mit den wirtschaftlichen Chancen nachhaltiger Entwicklung beziehungsweise den Risiken von Fehlentwicklungen befassen sich Banken, Versicherungen und Consulting-Unternehmen. Und nicht zuletzt hat sich auch beim Konsumenten ein Bewusstseinswandel vollzogen. Wer es sich leisten kann, greift immer öfter zu Bio- und Fair-Trade-Produkten und nimmt damit Einfluss auf das Sortiment des Handels und die Herstellungsbedingungen bei den Erzeugern.

weiter Teil 2: Begehrte Jobs
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