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Zug um Zug: Karriereschritte klug planen
Strategie zählt: Absolventen sollten sich zum Berufsstart überlegen, was ihre nächsten Karriereschritte sind. Wer klug plant, berücksichtigt eine kontinuierliche Weiterbildung in den ersten Berufsjahren. Und wird belohnt: Viele Arbeitgeber fördern Mitarbeiter, die einen berufsbegleitenden Master, MBA oder PhD anstreben.
Foto:© Marius Born
Absolventen sollten sich zum Berufsstart überlegen, was ihre nächsten Karriereschritte sind.
Wer als Berufsstarter wettbewerbsfähig bleiben möchte, sollte sich konsequent weiterbilden. In den meisten Fällen fordern Arbeitgeber, dass sich Absolventen in den ersten Berufsjahren fortbilden. Zugleich fördern sie die Weiterbildung ihrer Angestellten. Für Absolventen heisst das, Berufserfahrung beim Wunscharbeitgeber sammeln und gleichzeitig eine Top-Ausbildung mit einem Master oder PhD erhalten.
Besonders verbreitet ist die Praxis der berufsbegleitenden Zusatzqualifikation bei Consulting-Unternehmen, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften. Bei der Strategieberatung Bain & Company etwa gilt eine weiterführende Ausbildung als Teil der Persönlichkeitsentwicklung jedes Beraters.
Tipps zum Master- und MBA-Studium
Wann ist ein Masterstudium sinnvoll? Was bringt ein MBA für die Karriere? Tipps zur Aus- und Weiterbildung finden Sie unter Education
Wer als Bachelor einsteigt, kann nach einem Jahr Praxiserfahrung ein von Bain gefördertes Masterstudium aufnehmen. Zusätzlich müssen alle Nachwuchsberater – ob Bachelor-, Master- oder Diplomabsolvent – vor dem Aufstieg zum Consultant eine weitere Qualifizierung erlangen. Recruiting Coordinator Astrid Schürmann beschreibt die verschiedenen Optionen: “Master- und Diplomabsolventen haben die Wahl zwischen einem MBA-Studium an einer renommierten Business School, einer Promotion oder der Teilnahme an unserem Acceleration Program.“ Mit diesem Programm sollen die jungen Berater ihr persönliches Erfahrungsspektrum erweitern. Das geschieht beispielsweise durch einen Transfer in ein anderes Bain Office, einen Einsatz in einer Non-Profit Gesellschaft oder sogar durch eine lang geplante Rucksackreise durch Neuseeland. Für Bachelor, die erst einmal im Beruf durchstarten möchten, ist der spätere Erwerb eines MBA obligatorisch.
Arbeitgeber bieten zeitliche und finanzielle Unterstützung
Die Möglichkeit, talentierte Nachwuchskräfte frühzeitig zu binden und praxisnah zu qualifizieren, ist für viele Arbeitgeber höchst attraktiv. Sie unterstützen daher geeignete Kandidaten durch eine zeitliche Freistellung sowie die Übernahme von Studiengebühren und Lohnausgleich. In welchem Umfang die Förderung stattfindet, ist nicht zuletzt eine Frage der Relevanz des Abschlusses für den beruflichen Alltag. Das bestätigt Manuela Gsponer, Leiterin HR der Sparte Exclusivsynthesis des Pharma- und Lifesciences-Unternehmens Lonza: “Wir begrüssen das Interesse unserer Mitarbeiter an Aus- und Weiterbildung, wie zum Beispiel Nachdiplomstudiengänge, Master oder PhD. Mit welcher Zielrichtung das Zusatzstudium stattfindet, das hängt von den Wünschen des jeweiligen Kandidaten und vom aktuellen Bedarf im Unternehmen ab.“
Chemie- und Pharmaunternehmen schätzen Management-Know-how
Es ist längst nicht mehr nur der Doktortitel, der das persönliche Weiterkommen in der Chemie- und Pharmaindustrie fördert. "Vor allem im Forschungsbereich ist eine Promotion für Chemiker sehr vorteilhaft", beschreibt Manuela Gsponer die Anforderungen bei Lonza.
Absolventen der Natur- und Ingenieurwissenschaften unterstützt Lonza jedoch auch häufig bei einem MBA-Studium. Der Hintergrund: Wegen der oft hoch komplexen Produkte und Verfahren setzt die Branche auch für Funktionen wie Produktmanagement oder Vertrieb Absolventen mit naturwissenschaftlichem oder technischem Hintergrund ein. Wer sich ergänzend dazu Managementwissen im Rahmen eines MBA-Studiums aneignet, bringt ideale Voraussetzungen für den Aufstieg in eine leitende Funktion mit.
weiter zu Teil 2:
Technik-Arbeitgeber entdecken Bachelor
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