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Der Hobsons 2010/2011

 

E-Technik: Arbeiten im Wachstumsmarkt

Trotz Krisenstimmung und Kurzarbeit: Für Elektroingenieure stehen die Karrierechancen überdurchschnittlich gut. Schon heute ist die Branche so breit aufgestellt, dass sie Konjunkturschwankungen abfedern kann. Und die Diversifikation schreitet weiter voran.
ElektrotechnikFoto:© Cyril Comtat/Fotolia.de

Für Elektroingenieure stehen die Karrierechancen überdurchschnittlich gut.

Seit neuestem gibt es das berühmte Schweizer Taschenmesser auch in einer elektronisch aufgerüsteten Variante. Abgestimmt auf den Bedarf des modernen Homo technicus wird das Multifunktionswerkzeug nun auch mit USB-Stick, Laserpointer und Fingerabdruckscanner angeboten. Das Beispiel verdeutlicht, dass im beruflichen wie privaten Umfeld kaum noch ein Gerät ohne Elektrobestandteile auskommt. Gleichzeitig spiegelt es die Brückenfunktion wieder, die die Elektrotechnik zwischen den Herstellern mechanischer Komponenten und der Informationstechnologie einnimmt.

Ein Elektroingenieur muss daher neben den einschlägigen fachlichen Kenntnissen vor allem die Kunst der interdisziplinären Zusammenarbeit und des prozessorientierten Denkens beherrschen.

Ohne Energie läuft auch in Zukunft nichts

Wachstumssegmente der Elektrotechnik:

Medizintechnik: bildgebende Verfahren, intelligente Implantate, robotergestützte Chirurgie

Energietechnik: regenerative Energien, IT-gestützter Netzbetrieb

Prozessautomatisierung: integrierte Produktionssysteme, Wireless-Technologien

Nachrichtentechnik: sensorbasierte Messdatenerfassung, elektrische Antriebe, Breitbandtechnologien

Absolventen der Elektrotechnik werden für das gesamte Spektrum elektrischer Prozesse gesucht: von der Energieerzeugung über deren Verteilung bis zur Anwendung in Industrieautomation, Haus- und Gebäudetechnik, Elektronik und Informationstechnologie, Medizintechnik und Verkehrswesen.

Eines der Wachstumssegmente innerhalb der Elektrotechnik ist die Energietechnik. Hier tragen Elektroingenieure dazu bei, Energieerzeugung und -einsatz durch neue Technologien effizienter und idealerweise auch umweltverträglicher zu gestalten.

Beim Branchenführer ABB starten Absolventen der Elektrotechnik in unterschiedlichen Abteilungen: als Entwicklungs- oder Kontrollingenieur in der Forschung und Entwicklung, als Elektro- oder Testingenieur in der Konstruktion und Technik, beziehungsweise als Inbetriebsetzungs-, System- oder Prüfingenieur in der Montage und Inbetriebnahme. "Der Weg hängt vom Karrierefokus und den Vorkenntnissen des Bewerbers ab", erklärt Elena Pinnekamp vom Hochschulmarketing bei ABB Schweiz.

Während FH-Absolventen aufgrund ihres höheren Praxisanteils im Studium bereits als Bachelor gute Voraussetzungen mitbringen, profitieren Uni- und ETH-Absolventen von einem vertiefenden Masterabschluss. Das gilt insbesondere für Direkteinsteiger mit technischer Ausrichtung. Eine Alternative bietet das Traineeprogramm, das Absolventen mit generalistischen Interessen und Fähigkeiten den Aufstieg in Managementfunktionen eröffnet.

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