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Der Hobsons 2010/2011

 

Allein auf dem Meer

Den Atlantik soll ihr Segelboot "Avalon“ überqueren. Das ist das Ziel der Gruppe "Studenten Segeln Autonom“. An Bord wollen sie aber nicht sein. Die Maschinenbau-Studenten der ETH Zürich haben ein Segelboot gebaut, das unbemannt und ohne menschliche Hilfe sein Ziel finden kann.
AvalonFoto: ETH-Zürich, Team SSA

Die Avalon soll allein den Atlantik überqueren.

Mit dem Segelboot von Irland in die Karibik. Zwei bis drei Monate haben Hendrik Erckens (22) und seine Teamkollegen für diese Tour eingeplant. Was sich anhört wie der Aussteigertraum abenteuerlustiger Studenten, ist in Wahrheit das Ergebnis von einem Jahr harter Arbeit. Statt im fünften und sechsten Semester Vertiefungsvorlesungen zu besuchen, haben sich Erckens und seine Kommilitonen für dieses Fokusprojekt zusammengeschlossen. "Den Ausschlag dazu gab die Microtransat Challenge, die wir im Internet entdeckten. Unser Ziel ist, dass Avalon unbemannt und ohne menschliche Unterstützung den Atlantik überquert“, erklärt Erckens.

Sensoren geben Kommandos

Der Erfolg des Studentenprojekts hängt zum grossen Teil von der Elektronik ab. Herzstück der Avalon ist der Hauptcomputer. Er berechnet den Weg des Bootes und die optimalen Winkel von Segel und Ruder. Mithilfe von Sensoren erschafft er sich ein Bild seiner Umwelt.

Ein GPS-Gerät meldet dem Computer, wo sich die Avalon befindet. So kann die beste Route zum Ziel berechnet werden. Ein AIS-Gerät (Automatic Identification System) empfängt ausserdem Daten von Schiffen in der Nähe. Diese Daten sagen dem Computer zum Beispiel, wie lang und breit ein Schiff ist und wo es sich befindet. So kann die Avalon grosse Schiffe, die ihr nicht ausweichen können, meiden.

Solarenergie und Brennstoffzelle

Die Software, die alles steuert, entwickelten die Studenten. Das Wissen, das sie dafür brauchten, haben sie sich selbst angeeignet. Auch mussten sie das Boot energieautonom entwerfen. "Die Avalon ist mit Solarzellen ausgestattet, um die Technik mit Strom zu versorgen. Bleibt die Sonne mehrere Tage aus, haben wir zusätzlich eine Methanol-Brennstoffzelle eingebaut“, erklärt Erckens.

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