Career Club
Melden Sie sich kostenlos im Career Club an und profitieren Sie von Bewerbungsschecks, Newslettern, Karrierepublikationen, Expertentipps u.v.m.
Von Innen heraus
Wer kennt es nicht: Das Vorstellungsgespräch steht an und die Aufregung hemmt den Denkprozess. forum sprach mit der Beraterin Gabriele Zawadzky über Angstabbau und souveränes Auftreten.
Gabriele Zawadzky ist selbständige Lernberaterin und Prüfungscoach
Frau Zawadzky, Ängste sind etwas Unangenehmes, über die man ungern spricht. Wie lerne ich, mit meiner Angst umzugehen?
Sprechen Sie darüber, auch wenn es Mut und Überwindung kostet. Angst ist unangenehm, aber häufig wird sie nur umso grösser, je stärker wir probieren, sie nicht haben zu wollen. Sie darf sich auch garnicht wegschieben lassen, weil sie die lebenswichtige Grundfunktion hat, uns vor Gefahr zu warnen.
Und wie kann ich meine Angst mindern?
Wenn wir unsere Angst existieren lassen, kann sie schon weniger werden. Damit das leichter gelingt, kann man zum Beispiel ein kleines Kissen als Angstkissen deklarieren und sich unter den Arm klemmen, während man bei sich im Raum umher geht und Antworten auf mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch probt. Wir kommen in Gang, die Angst bekommt einen Platz ausserhalb unseres Körpersystems, fühlt sich gleichzeitig "gesehen" und kann sich im besten Fall beruhigen.
Der Bewerbungsprozess wird von vielen Absolventen wie eine Prüfungssituation erlebt. Wie können Sie sich von diesem Stress befreien, um ihre Qualifikation gekonnt zu präsentieren?
Anstatt den Versuch zu unternehmen, sich von dem Stress gleich und ein für alle Mal zu befreien, formulieren sie besser einen Zielansatz wie: "Selbst wenn ich aufgeregt sein sollte, führe ich ein erfolgreiches Bewerbungssgespräch."
Mehr zum Thema
Sicher auftreten
Rhetorik: Sicher präsentieren
Körpersprache: Wenn der Körper spricht
Und dann?
Sie sollten detailliert erarbeiten, was das im Einzelnen bedeutet. Zum Beispiel so: Wie sieht es genau aus oder wie hört es sich an, wenn ich mich in einem Bewerbungsgespräch gekonnt präsentiere? Je genauer wir unserem Gehirn sagen, wo es hin soll, was genau es leisten soll, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass es uns in der entscheidenden Situation entsprechend unterstützt.
weiter Teil 2: An den eigenen Stärken und Schwächen arbeiten
zurück zum forum Magazin 1/2010
