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Den Gerichten zuarbeiten
Haben Sie sich direkt nach dem Studium für das Fachgebiet Forensic beworben?
Franziska Zuber (26) schloss ihr Studium an der Universität St. Gallen mit dem Master of Arts in Economics ab. 2007 stieg sie bei KPMG ein, wo sie heute als Assistant Manager im Risk & Compliance (Forensic) arbeitet.
Ja, mein Eintrittsticket war meine Masterarbeit, die ich in diesem Bereich verfasst habe. Der typische Weg ist der Direkteinstieg aber nicht. Viele meiner Arbeitskollegen haben zuerst die Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer absolviert und dann intern ins Forensic gewechselt.
Hier profi tieren sie von ihrem im Audit erworbenen Fach- und Branchenwissen sowie der Erfahrung im Umgang mit Kunden.
Welche Qualifikationen sind hilfreich?
In den meisten Fällen ist Wissen im Bereich Rechnungslegung und Buchhaltung nötig. Oft spielen auch rechtliche Aspekte eine Rolle.
Ein Studium in Wirtschaft oder (Wirtschafts- )Recht ist da eine gute Grundlage. Da immer mehr Daten elektronisch vorhanden sind und
in grossen Mengen analysiert werden müssen, sind auch Wirtschaftsinformatiker gefragt.
Was muss man wissen, wenn man in den Bereich Forensic einsteigen möchte?
Das Sichten und Analysieren von Daten, akribische Dokumentationsarbeit und das Verfassen von detaillierten und vor Gericht verwertbaren Berichten machen einen Grossteil der Arbeitszeit aus. Wer einen regelmässigen Arbeitsalltag und festgelegte Vorgehensweisen schätzt, ist im Forensic nicht am richtigen Ort. Ein gewisses Improvisationstalent und die Freude an Situationen, in welchen man erst herausfi nden muss, was und wie etwas zu tun ist, sind Voraussetzung.
Weiter zu:
Janine Gross, Forensic & Dispute Services, Deloitte
Patrizia Waldvogel, Assistant Fraud Investigation & Dispute Services, Ernst & Young
Tobias Honold, Consultant, PricewaterhouseCoopers
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