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Der Hobsons 2010/2011

 

Ingenieure im Einsatz

Die Einsatzgebiete von Ingenieuren sind vielfältig. forum stellt Ihnen die Tätigkeiten sowie Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten von vier wichtigen Bereichen vor.

Aufgabenfeld 1: Arbeitssicherheit, Anlagensicherheit und Umweltschutz

Fotolia Foto:©ryasick/Fotolia

Einstieg mit Vielfalt.

Je höher das Unfallrisiko in einem Unternehmen, umso wichtiger sind entsprechende Sicherheitsmassnahmen.
Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Mitarbeiter mit gefährlichen Stoffen zu tun haben oder eine Schadstoffbelastung von Luft oder Wasser
entstehen kann. Experten für Arbeitssicherheit, Anlagensicherheit und Umweltschutz arbeiten daran, Risiken einzugrenzen und möglichst für Gefahrlosigkeit zu sorgen. Sie erstellen Sicherheitsanalysen und -konzepte
und sorgen für deren Umsetzung und Kontrolle. Ingenieure, die in diesem Bereich arbeiten möchten, sollten die Bereitschaft mitbringen, sich in Gesetze und Vorschriften einzuarbeiten und stets auf dem neuesten Stand
zu bleiben. Bei der Auseinandersetzung mit Behörden sind gute kommunikative Fähigkeiten hilfreich.

Fingerspitzengefühl ist wichtig

Innerhalb des Unternehmens oder der Institution arbeitet der Sicherheitsexperte mit den verschiedensten Abteilungen zusammen, um zum Beispiel Anweisungen zu erarbeiten und sie den Kollegen zu vermitteln.
Dies erfordert Fingerspitzengefühl und Freude am Umgang mit Menschen. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit sind ein Muss, ebenso ein hohes Verantwortungsbewusstsein sowie eine sorgfältige Vorgehensweise.
Berufseinsteiger beginnen in der Regel als Direkteinsteiger und arbeiten sich durch Learning-by-doing in ihr Aufgabengebiet ein. Der Einstieg erfolgt beispielsweise als Sicherheitsingenieur, Umweltbeauftragter, Sicherheitstechniker oder als Fachkraft für Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Wer sich bewährt, kann bis zum Projektleiter, Abteilungsleiter oder auch Technischen Leiter aufsteigen.

Aufgabenfeld 2: Konstruktion und Industriedesign

Ingenieure im Bereich Konstruktion und Industriedesign stehen vor vielfachen Herausforderungen. Die von ihnen entwickelten Produkte sollen einwandfrei funktionieren, leicht zu bedienen und zu warten sein, den
Kundenwünschen entsprechen und den Kostenrahmen nicht sprengen – und dazu noch gut aussehen. Damit haben Industriedesigner und Konstrukteure einen sehr abwechslungsreichen Job, der es erfordert, sich in die unterschiedlichen Bedürfnisse hineinversetzen zu können. Die Konstrukteure entwickeln die Produkte in Zusammenarbeit mit Forschung
und Entwicklung oder der Fertigung. Sie erstellen Prototypen und führen Realversuche durch. Am Ende der Entwicklungsphase präsentieren sie einen Konstruktionsplan, mit dem die Teilkonstruktionen zu einem Endprodukt zusammengefügt werden, das in Serienproduktion gehen kann. Die Konstrukteure unterstützen die Fertigungsabteilung bei der Produktion, beraten den Vertrieb und den Kundenservice in technischen Fragen und helfen dem Einkauf bei der Suche nach den besten Zulieferern. Für die Optik sind die Industriedesigner verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass in der technisch-funktionalen Konstruktionsentwicklung auch ergonomische und ästhetische Gesichtspunkte zum Tragen kommen. Sie fertigen Ideenskizzen und Modelle an und bestimmen mit ihrer Farb- und Oberflächenwahl,
wie das Produkt am Ende aussieht. Dabei berücksichtigen sie unter anderem psychologische Faktoren und aktuelle Modeströmungen.

Projektmanagement und Kundenorientierung

Absolventen mit einem Abschluss in Maschinenbau, Konstruktionstechnik oder Industriedesign sind am besten für die Arbeit in diesen beiden Bereichen geeignet. Wer Erfahrungen im Projektmanagement mitbringt,
verbessert seine Chancen. Auch technisches Wissen über die unterschiedlichen Werkstoffe und über die Abläufe im Unternehmen sind gefragt. Mit CADProgrammen sollten sich Berufseinsteiger gut auskennen. Ausserdem benötigen sie eine rasche Auffassungsgabe und ein hohes
abstraktes Vorstellungsvermögen. Kundenorientierung und ein ausgeprägter Dienstleistungsgedanke sind ein weiteres Muss.
Konstrukteure steigen in der Regel in Entwicklungsabteilungen von Grossunternehmen ein oder beginnen ihre Karriere in Konstruktionsbüros.
Industriedesigner starten oft in Designbüros, seltener in den Industrieunternehmen selbst. Es gibt die Chance, zum Teamleiter oder Projektmanager aufzusteigen oder Karrierewege in benachbarten Bereichen anzustreben. Denn vor allem die Konstruktionsingenieure erarbeiten sich durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen ein breites Know-how und damit optimale Startbedingungen für einen Aufstieg in Führungspositionen.

weiter zu Teil 2: Produktionsplanung und Qualitätssicherung
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