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Der Hobsons 2010/2011

 

Jung, pfiffig und multitalentiert: Anforderungen für Consultants

Consulting

Für eine dynamische Karriere: Die Beraterbranche

Einsätze rund um den Globus, spannende Projekte, smarte Kollegen: Als Berater kommt so schnell keine Langeweile auf. Entsprechend hoch sind jedoch die Anforderungen an die Kandidaten.

Der Kampf um gute Consultants ist eine grosse Herausforderung. Die Konkurrenz hat sich deutlich verschärft, denn auch Banken und viele Industriekonzerne sind verstärkt an hoch qualifizierten Absolventen interessiert und werben mit internationalen Traineeprogrammen um den begehrten Nachwuchs. Unternehmensberatungen versuchen, auf Hochschulmessen und Events Talente möglichst früh an sich zu binden – zum Beispiel beim jährlich stattfindenden Career Summit, der Karriere-Konferenz von Hobsons für Studenten, Absolventen und Young Professionals.

Battle for Consultants

Ein anderer Weg, Absolventen frühzeitig an das eigene Unternehmen heranzuführen, sind Wettbewerbe. Einer davon ist „The Battle of the Brains“ (BOB), ein Fallstudienwettbewerb der Monitor Group und des Wirtschaftsmagazins BILANZ , der dieses Jahr bereits zum fünften Mal in Folge stattfand. Jeweils zwei Studententeams der ETH und der HSG haben bei BOB die Chance, ihr Beraterpotenzial unter Beweis zu stellen. Innerhalb von 24 Stunden müssen sie eine Case Study lösen und vor einer Jury, bekannten Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, präsentieren. Die Idee für das Event entstand 2002 aus der Frage, ob die ETH oder die HSG die besseren Studenten für die Wirtschaft hervorbringt. Intension des BOB ist es, junge Talente zu fördern. Dabei liegt es Dr. Andreas Schönenberger, Vice President der Monitor Group und Verantwortlicher für das Recruiting, besonders am Herzen, den Absolventen zu zeigen, was sie im späteren Berufsleben erwartet: „Es geht darum, Strategien und Lösungen zu finden.“ Wer letztendlich auf dem Siegertreppchen steht, ist Nebensache. Vielmehr sollen die Kandidaten herausfinden, ob Berater der Job ist, der zu ihnen passt.

Die Top-Kandidaten

Bei Events wie dem BOB wird meist Ausschau nach potenziellen Mitarbeitenden gehalten. Doch wie sieht der ideale Kandidat aus? In der Consulting-Branchewerden hauptsächlich Wirtschafts- und Naturwissenschafter, Ingenieure, Informatiker und Juristen gesucht. „Die Studienrichtung ist jedoch zweitrangig“, sagt Miriam Kraneis, Recruiting Manager bei Booz Allen Hamilton. Auch Sozial-, Kultur-, Sportwissenschafter und vereinzelt Mediziner stehen auf der Liste der Wunschkandidaten, da kulturelle Einrichtungen und Krankenhäuser zunehmend Berater in Anspruch nehmen. „Derzeit haben 50 Prozent unserer Mitarbeitenden einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund, der Rest ist ein bunter Mix aus Ingenieuren, Naturwissenschaftern und Juristen“, sagt Mareike Willimsky, Head of Recruiting bei Bain & Company in München. Geistes- und Sprachwissenschafter gelten zwar als Exoten, dennoch gebe es immer wieder Kollegen, die Studienrichtungen wie Philosophie oder Sinologie studiert haben.

Hohe Anforderungen

Die Liste ist lang: Ein exzellenter Universitätsabschluss, qualifizierte Praktika bei renommierten Unternehmen, Auslandserfahrung, sehr gute Englischkenntnisse, ausseruniversitäres Engagement sowie hervorragende analytische und kommunikative Fähigkeiten sind nur einige der Anforderungen, die zukünftige Consultants erfüllen müssen. „Diese Qualifikationen allein reichen allerdings nicht aus“, sagt Mareike Willimsky. „Uns ist auch wichtig, wie der Kandidat persönlich zu uns passt, sprich, ob wir ihn uns in einem unserer Teams vorstellen können.“

So bunt wie der Mix bei den Fachrichtungen sind bei den Grossen der Branche die Nationalitäten der Mitarbeitenden. Neben Schweizern, Deutschen und Schweden, arbeiten auch Amerikaner und Brasilianer in den Beraterteams. Dabei haben Schweizer derzeit besonders gute Einstiegschancen, da sich einige Unternehmen mehr Schweizer Berater wünschen: „Es ist nicht so, dass wir keine hochtalentierten Schweizer finden, aber wir würden uns freuen, wenn wir mehr Schweizer Bewerbungen hätten“, so Willimsky.

weiter: Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten im Consulting