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Handel
Flexibel, dynamisch und jede Menge gesunder Menschenverstand – so sieht der ideale Mitarbeiter in der Handelsbranche aus. Absolventen mit Pfiff können hier schnell in verantwortungsvolle Posten aufsteigen.
Besonderheiten
Theoretiker und Zauderer sind im Handel nicht gefragt. Vielmehr bietet die Branche Hochschulabsolventen ein wettbewerbsintensives Umfeld und vor allem im Detailhandel eine hohe Dynamik. Im Tagesgeschäft sind Schnelligkeit und Flexibilität nötig. Bei den grossen Handelskonzernen sind von der Ladentheke bis in die Chefetage Mitarbeitende gefragt, die sich mit dem Unternehmen und seinen Kunden in hohem Mass identifizieren und neben fachlichen Kenntnissen das mitbringen, was man gemeinhin gesunden Menschenverstand nennt. Im Gegenzug bietet der Handel Absolventen vielfältige Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Geschäftsfelder reichen von der Lebensmittel- und Kosmetikproduktion über Marketing und zentrale Dienstleistungsfunktionen bis hin zum Bankgeschäft. In vielen Handelsunternehmen bestimmen offene Türen, direkte Kommunikation und kurze Beschlusswege den Arbeitsalltag – für Einsteiger eine gute Voraussetzung, relativ früh im Management Verantwortung zu übernehmen und schneller als in manch anderer Branche aufzusteigen.
Branchenüberblick
Zum Handel gehören der Einzel- oder Detailhandel sowie der Grosshandel. Die vielfältige Branche ist in den vergangenen Jahren enorm unter Druck geraten. Und trotz eines erneuten Rückgangs der Konkurse im Jahr 2006, gehört der Sektor noch immer zu den Branchen mit hohen Insolvenzquoten. Vor allem der Einzelhandel ist im Umbruch: durch den Eintritt ausländischer Anbieter, den Angriff der Discounter auf etablierte Handelsunternehmen und kleine Quartierläden sowie durch das Thema «Hochpreisinsel Schweiz» – im Vergleich mit anderen europäischen Ländern kostet das tägliche Leben in der Schweiz deutlich mehr. Berufseinsteiger stossen auf eine anspruchsvolle, spannende und von hohem Konkurrenzdruck geprägte Arbeitsatmosphäre: Die Unternehmen und ihre Beschäftigten müssen schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen reagieren, in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Herstellern mit viel Verhandlungsgeschick optimale Konditionen aushandeln und ihre Bereitschaft zur Veränderung immer wieder unter Beweis stellen.
Anforderungen
Wer Handel hört, denkt an den Supermarkt oder die Boutique um die Ecke. Doch hinter diesen Berührungspunkten mit Kunden steckt deutlich mehr: Heute bestimmen regional, landesweit und zum Teil global agierende Konzerne die Strukturen im Einzelhandel. Die Prozesse, Strategien und Konzepte sind entsprechend professionell und haben mit dem klassischen Tante-Emma-Laden kaum noch etwas zu tun. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die Händler an Absolventen stellen.
Gleichgültig aus welcher Fachrichtung die jungen Akademiker kommen – oberstes Gebot für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein hoher Praxisbezug im Studium. Ausserdem zählen vor allem bei Hochschulabsolventen, deren Ausbildung in der Regel weniger Praxisbezug als die der Fachhochschüler hat, erste Erfahrungen im Handel durch Praktika oder Nebentätigkeiten. Gesucht werden vorwiegend Absolventen betriebswirtschaftlicher Studiengänge. Aber auch Volkswirten und Ingenieuren aus verschiedensten Fachrichtungen steht die Tür offen.
Da viele Händler national und international ausgerichtet sind, sollten Bewerber über sehr gute Sprachkenntnisse mindestens in Englisch und Französisch



