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Teil 2: Studienbegleitend Praxiserfahrung sammeln
Einen dritten Weg beschreitet die Grossbank Credit Suisse mit ihrem studienbegleitenden Junior Career Start Program. Auch hier müssen sich Anwärter zunächst im Rahmen eines Praktikums bewähren. Viel versprechenden Kandidaten bietet Credit Suisse über das Praktikum hinaus die Möglichkeit, neben dem Studium Berufserfahrung zu sammeln. Das Besondere: Die Arbeitsbelastung orientiert sich an der jeweiligen Studiensituation des Kandidaten.
Lukas Vonesch, Leiter des Hochschulmarketings bei der Credit Suisse, gibt einen Einblick: „Durchschnittlich wenden die Junior Career Starter rund 40 Prozent der Wochenarbeitszeit für die studienbegleitende Tätigkeit in unserem Unternehmen auf. Das Programm ist auf die spätere Zielfunktion des jeweiligen Bewerbers abgestimmt, wobei der Fokus der Ausbildung auf der eigenständigen Mitarbeit im Einsatzbereich liegt.“
Vorteil beim Jobeinstieg
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Haben Bewerber, die über mehrere Monate Praxiserfahrung sammeln konnten, beim Berufseinstieg einen Vorteil gegenüber anderen Jobanwärtern? „Eindeutig, ja“, sagt Vonesch. „Wir wollen mit dem Junior Career Start Program sehr gute Praktikanten mit Potenzial für unser Unternehmen gewinnen und ihnen die Chance bieten, sich praxisnah weiter zu entwickeln. Wer uns hier überzeugt, dem bieten wir bevorzugt den Direkteinstieg oder einen Platz in unserem Traineeprogramm an.“
Engagement während des Studiums zahlt sich aus
Das Angebot an Förderprogrammen ist vielfältig. Besonders verbreitet sind die Programme bisher bei Consultingunternehmen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Banken. Technologieorientierte Arbeitgeber setzen traditionell stärker auf die klassische Werkstätigkeit und bieten Unterstützung beim Verfassen von Diplom- oder Masterarbeiten. Aus Studentensicht spricht nichts dagegen, die Informations- und Qualifizierungsmöglichkeiten zu nutzen, sofern sie mit den eigenen beruflichen Zielen übereinstimmen.
Das macht die Förderprogramme vor allem für jene interessant, die bereits den grösseren Teil ihres Studiums absolviert und konkrete Vorstellungen von ihrem Karriereeinstieg haben. Auch wenn sich Absolventen später für einen anderen Arbeitgeber entscheiden – das Engagement während des Studiums zahlt sich in jedem Fall aus und unterstreicht die Zielstrebigkeit eines Bewerbers.
Weitere Förderprogramme
Accenture stellt Studierenden der Fachrichtungen (Wirtschafts-) Informatik, (Wirtschafts-) Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und BWL im letzten Jahr ihres Studiums Mentoren zur Seite.
Bain & Company hält ehemalige Praktikanten über das Nachwuchsförderungsprogramm Springboard mit Informationen rund um das Thema Unternehmensberatung auf dem Laufenden.
KPMG lädt Studierende der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften in losen Abständen zu kostenfreien Workshops über Themen wie Präsentationstechniken oder Strukturierung von Studienarbeiten ein.
UBS bietet ein Vorbereitungsprogramm für internationale Praktika in der Grossbank. Zudem gibt sie bei einem einwöchigen Workshop in London Einblick in ihren Geschäftsbereich Investment Banking und die Anforderungen an potenzielle Bewerber.
Datum: 4/2009
Autorin: Sonja Graubner