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Stress lass nach – Teil 3
Wie baue ich Druck und Stress ab, um einen Blackout zu vermeiden?
Indem ich dafür sorge, dass der Druck nicht so gross wird, dass er während der Prüfungsvorbereitung zu Lernblockaden führt oder in der Prüfung zu einem Blackout. Wenn unser Gehirn nämlich – aufgrund der Angst – glaubt, es ginge hier ganz körperlich „um Leben oder Tod“, schaltet es in einen „Überlebensmodus“ und lässt uns mit Kampf-, Schutz- oder Fluchtreflexen reagieren.
Für die schnelle Ruhe:
Sie sitzen am Schreibtisch und stützen die Stirn in die Hand. Dabei berühren Sie zwei Akupressur-Punkte, die oberhalb Ihrer Augen liegen, in der Mitte zwischen Augenbrauen und Haaransatz. Berühren Sie diese Punkte ganz bewusst mit jeweils Ihren Zeige- Mittel- und Ringfingerspitzen links und rechts auf der Stirn. Das wirkt entspannend und beruhigend. So können Sie sich zum Beispiel am Anfang einer Klausur beim Durchlesen der Klausuraufgaben besser konzentrieren. Weitere Übungen
Wie sieht der Überlebensmodus aus?
Es gibt Studierende, die sich in einer mündlichen Prüfung mit ihrem Prüfer verbal anlegen – Kampf – oder sich am Tag vor der Prüfung zum Schutz per ärztlichem Attest abmelden oder kurz nach Beginn ihrer Präsentation plötzlich fluchtartig den Raum verlassen. Das Ganze passiert so schnell, dass sie noch nicht mal darüber nachdenken können.
Denn die Funktion des Denkens, die Fähigkeit, in Ruhe überlegen zu können, fachliches Wissen abrufen und mündlich, schriftlich oder praktisch ausdrücken zu können, wird im Überlebensmodus blockiert.
Zu Beginn unserer Menschheit haben unsere physiologisch gesehen hochkomplexen Kulturfähigkeiten wie Lesen, Schreiben oder Reden nicht zu unserem körperlichen Überleben beigetragen. Also glaubt unser Gehirn, bei Bedrohung darauf verzichten zu können und sorgt stattdessen dafür, dass unsere Muskeln kampf- oder fluchtbereit angespannt werden.
Was kann ich dagegen tun?
Einfache Dehnübungen können dazu beitragen, Arm- und Beinmuskeln zu strecken und dadurch ans Gehirn zu signalisieren: „Entspann’ Dich, es ist keine lebensbedrohende Gefahr in Sicht.“ Und diese Übungen kombinieren mit einem Zielsatz wie: „Selbst wenn ich aufgeregt sein sollte, kann ich das, was ich gelernt habe, in der Prüfung gut abrufen und ausdrücken.“
Datum: 3/10
Das Interview führte Verena von Herwarth
Fotostrecke: Fünf Tipps für Konzentration und Entspannung
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