Für Arbeitgeber | Über uns | Presse | Kontakt
Login:
Passwort:

Login merken

Passwort vergessen?
Neu registrieren

Kurze Praktika in das Studium einbauen

Auch bei Gesprächen mit Firmenvertretern auf Recruiting-Veranstaltungen und Messen lassen sich Kontakte knüpfen - etwa zu PricewaterhouseCoopers (PwC). Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nutzt solche Messen als Kontaktforum. „Derzeit merken wir noch eine gewisse Unruhe bei den Studenten, was die Ausgestaltung der eigenen Praxiserfahrung betrifft“, berichtet Alexandra Braun, Personalmarketing & Recruiting PwC. „Studienordnungen ändern sich, Klausurzeiten verschieben sich und somit wird es immer schwieriger für die Studenten, sinnvolle Praxisphasen zielgerichtet einzubauen.“

Tipps für die langfristige Planung

Wann ist der richtige Zeitpunkt? Abgesehen von Ihren individuellen Stundenplänen und Nebenjobs sollten Sie spätestens ab den zweiten Semesterferien Praktika einbauen.

Welcher Bereich interessiert mich und welche Unternehmen bieten dafür Praktika an? Über die Jobdatenbank auf www.hobsons.ch und das Karrierehandbuch Der Hobsons auf www.der-hobsons.ch können Sie sich einen Überblick verschaffen.

Welche Unterstützung bietet meine Universität bei der Suche und der Bewerbung an? Ihr Fachbereich, Ihre Fachschaft und das Career Center an Ihrer Hochschule helfen weiter.

Wie lange soll das Praktikum dauern? Mindestens vier bis sechs Wochen sind wünschenswert. Bei Zeitmangel gilt: lieber zwei Praktika von drei bis vier Wochen absolvieren anstatt auf Praktika zu verzichten.

Bewerbungsunterlagen sorgfältig prüfen – der erste Eindruck zählt! Wer so beeindruckt, hat es leichter und kann zum Beispiel aushandeln, dass er zusätzlich zum Praktikum an einem Tag in der Woche seinem Nebenjob nachgeht.

Die Personalerin sieht aber nicht nur die Universitäten in der Pflicht, für mehr Klarheit im Studienablauf zu sorgen. Die Studenten sind gefordert, die Chancen, die das verkürzte Bachelorstudium bietet, zu nutzen: „Heute geht alles schneller, die Schul- und Studienzeit ist verkürzt und die Absolventen werden jünger. Dennoch ist es unerlässlich, sich auch als junger Absolvent Gedanken über die eigene berufliche Laufbahn zu machen.“ Das Praktikum sei eine wichtige Orientierungshilfe, auch wenn die Zeit dafür im Studienablauf knapp bemessen ist. Bei PwC ist ein Praktikum deshalb schon ab vier bis sechs Wochen möglich. Weitere Unternehmen mit einer Praktikumszeit von maximal zwölf Wochen finden Sie in der Tabelle.

Die knapp bemessene Zeit im Bachelorstudium ist also kein Grund, Praktika einfach aus dem Lebenslauf zu streichen. Vielmehr gilt: ein oder zwei kurze Praktika von vier bis sechs Wochen überzeugen später potenzielle Arbeitgeber mehr als kein Praktikum. Auch in wenigen Wochen kann man als Praktikant viel lernen: „Unsere Praktikanten werden von Beginn an durch ihren Mentor und das Team unterstützt“, erläutert Braun. „Learning by doing wird bei uns gross geschrieben – die Praktikanten erhalten schnell eigene Aufgabenbereiche.“ Und sie werden genauso eingebunden wie ein Diplom- oder Masterstudent: „Sie sind von Anfang an in unseren Prüfungs- und Projektteams integriert.“

Wünschenswert: Praxisphasen als Pflichtmodule

Wie eine institutionelle Unterstützung bei der Praktikumssuche aussehen kann, zeigt die Universität Hamburg. Dort wurde für die Departments Sprache, Literatur und Medien vor drei Jahren die Arbeitsstelle Studium und Beruf eingerichtet. Sie unterstützt die Studierenden unter anderem bei der Bewerbung und bereitet sie auf das Praktikum vor. Eine Institution, aus der einige Hochschulen noch lernen können.

Das Praktikum ist Pflichtbestandteil der Studienordnungen, erläutert Ulrike Job, Leiterin der Arbeitstelle Studium und Beruf. Es ist auf mindestens sechs Wochen angelegt und wird in den Semesterferien absolviert – was für einige ein Problem darstellt. „Angesichts der Studiengebühren ist es für manche Studierende schwierig, sich die Zeit für ein Praktikum zu nehmen“, berichtet Job. Denn zwei Drittel der Praktika werden nicht bezahlt. Doch so hart es klingt: Es lohnt sich, unter dem Semester mehr im Nebenjob zu arbeiten und in den Ferien zu Gunsten des Praktikums auf den Nebenjob zu verzichten. Wer Glück hat, bekommt nach dem Praktikum einen Nebenjob im gleichen Unternehmen und hat damit eine Stelle, die zum Lebenslauf vielleicht viel besser passt als der alte Job. Und aus dieser Nebentätigkeit kann nach dem Studium sogar eine Festanstellung werden.

Finden Sie Ihren Praktikumsplatz in unserer Jobdatenbank

Kontakte von Kommilitonen nutzen

Weiterführende Links

Wie Sie nach drei Jahren im Hörsaal mühelos den Berufseinstieg schaffen, lesen Sie in unserem

Job-Special: Bachelors

Die Hamburger Studierenden wissen: trotz guter Betreuung tut sich ohne Eigeninitiative wenig. Bei der Suche nach Praktika sind sie sehr aktiv, freut sich Ulrike Job: „Es läuft zum Glück sehr viel selbstständig über die Netzwerke der Studierenden.“ Dass die Unternehmen mit den Bachelor-Praktikanten grossteils sehr zufrieden sind, sieht sie aus den Praktikumsberichten und den Zeugnissen, welche die Studierenden am Ende bei der Arbeitsstelle vorlegen müssen. Denn für die Praktika gibt es ECTS-Punkte und der Bericht wird wie eine Prüfung gewertet.

Für Bachelors heisst es deshalb, weiter Ausdauer zu zeigen und trotz aller Hindernisse frühzeitig Praktika zu absolvieren. So zeigen sie den Unternehmen, dass jung sein ein Vorteil ist und pfiffig und engagiert bedeutet.

Autor: Marcus Simon
Datum: 5/08

Startseite Education