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Rhetorik: Checkliste
Was ist der Grund meines Vortrages? Was soll vermittelt werden?
Es gibt verschiedene Arten von Vorträgen: an der Hochschule, in Seminaren, an Kongressen oder im Job. Die Vorgehensweise ist fast immer die gleiche, einzig die Themen unterscheiden sich voneinander. Klären Sie im Vorfeld, worum sich Ihr Vortrag drehen soll und welche Informationen erwartet werden.
Wer sind die Zuhörer und was erwarten sie von meinem Vortrag?
Machen Sie sich Gedanken über Ihre Zuhörer. Wer sitzt im Publikum und was versprechen sie sich von Ihrem Vortrag? Welche Informationen könnten für sie relevant sein?
Fakten sammeln und Schwerpunkte setzen
Was ist wichtig und was sollten Sie vielleicht eher am Rande erwähnen? Bauen Sie wichtige Punkte aus und halten Sie genügend Zusatzinformationen parat, um eventuelle Fragen beantworten zu können.
Informationen gliedern in Anfang, Hauptteil und Schluss
Überlegen Sie, welche Argumente aufeinander aufbauen und gliedern Sie sie dementsprechend. Damit verhindern Sie, dass Sie während Ihres Vortrags ins Straucheln kommen und Ihre Zuhörer Ihnen nicht mehr folgen können. Wichtig ist, dass das Publikum Ihre Gedankenstränge nachvollziehen kann.
Zeit abschätzen
Machen Sie sich von vornherein klar, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht. Oft wird Ihnen eine Vorgabe gemacht. Können Sie selbst darüber entscheiden, sollten Sie darauf achten, sich trotz allem kurz zu halten. Die Kunst ist es, alle wichtigen Informationen in eine kurze Zeitspanne zu packen. Halten Sie sich immer vor Augen, dass im Anschluss meist eine Diskussion folgt. Währenddessen bietet sich genug Zeit, bestimmte Punkte nochmals anzuschneiden und Zusatzinformationen zu liefern.
Was kann ich notfalls kürzen, wenn die Zeit knapp wird?
Hier kann eine farbliche Gestaltung Ihrer Informationen hilfreich sein. Markieren Sie wichtige Teile grün. Infos, die Sie notfalls auslassen können, markieren Sie blau. Das kann helfen, um den Überblick zu behalten.
Einleitung formulieren
Ihre Einleitung hängt von Ihrem Publikum ab. Handelt es sich beispielsweise um eine Gruppe junger Berufsanfänger, können Sie mit einer lockeren, unverkrampften Art punkten. Ist der Vortrag für Ihren Vorgesetzten oder die Chefetage bestimmt, ist mehr Contenance und Fingerspitzengefühl gefragt. In beiden Fällen gilt: Ein wenig Humor und ein nettes Lächeln lässt Sie sympathischer wirken und fesselt die Zuhörer.
- Erklären Sie in Ihrer Einleitung, was Sie im Hauptteil vermitteln möchten. Dreht es sich um ein Projekt, an dem Sie seit Monaten arbeiten, geben Sie einen Überblick über den Beginn und die Entwicklung, bevor Sie im Hauptteil zu den Ergebnissen kommen. Handelt es sich um einen Einführungsvortrag für Einsteiger, geben Sie einen Überblick über Ihr Unternehmen, Institut oder Ihre Abteilung. Sollen Sie ein Referat an Ihrer Hochschule halten, beginnen Sie beispielsweise mit biographischen Daten oder geschichtlichen Ereignissen, die Ihrem eigentlichen Thema vorausgehen.
Welche Materialien verwenden?
Sie sollten sich überlegen, welche Informationen Sie verbildlichen wollen. Im Allgemeinen können Zuhörer sich Zahlen nur schwer merken, deshalb sollten Sie diese entweder als Power-Point-Folie oder auf einem Handout verdeutlichen. Grundsätzlich verleihen Sie Ihren Hauptaussagen mehr Ausdruck, wenn Sie diese Ihrem Publikum vor Augen führen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viele Informationen auf einer Folie zu präsentieren. Die Zuhörer sollen Ihnen zuhören und nicht alle Punkte selbst ablesen müssen. Entwerfen Sie lieber eine Mappe mit Informationen, die sich die Zuhörer am Ende des Vortrags mitnehmen können.
Wie zum Schluss kommen?
Fassen Sie zuletzt nochmals alle wichtigen Punkte zusammen. Was haben Sie präsentiert und was wollten Sie damit veranschaulichen? Bedanken Sie sich beim Publikum für die Aufmerksamkeit und machen Sie deutlich, dass Sie nun für weitere Fragen gerne zur Verfügung stehen. Halten Sie währenddessen immer Blickkontakt. Damit signalisieren Sie, dass Sie offen sind für eine Diskussion. Dafür ist es hilfreich, den Schlussteil – wie auch die Einleitung – frei zu sprechen, denn wer sich hinter seinen Notizen versteckt, kann keinen Zuhörer zur Diskussion bewegen.
Weiterlesen: Rhetorik: So üben Sie Ihren Vortrag
