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Knigge im Job: Karriere mit Stil

Studierendenclub Foto: © Sandor Jackal/Fotolia.de

Wer beruflich erfolgreich sein will, muss die Etikette beherrschen.

Die Krawatte zu lang, die Ellbogen beim Essen auf dem Tisch und ein Dankeschön zu wenig – Todsünden, die den Aufstieg auf der Karriereleiter vermasseln können. Nicht nur der Anzug muss passen, sondern auch das Benehmen.

„Hello, I’m the Procurer from Switzerland." Ein überraschtes Stirnrunzeln des japanischen Kollegen signalisiert dem Prokuristen aus der Schweiz Unverständnis. Ein Zuhälter soll am Apéro teilnehmen? Das leicht daher Gesagte „Let’s go to my bureau" sorgt dann auch bei der Geschäftspartnerin aus Japan für hochgezogene Augenbrauen. Der Prokurist meint zwar sein Büro, im englischsprachigen Raum bedeutet „bureau" aber Schreibtisch – und kann daher missverstanden werden. Wenigstens die Visitenkarte übergibt er seinen Gästen so, wie es in Japan üblich ist – mit beiden Händen und einer leichten Verbeugung.

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Jeder Kunde hat eine bestimmte Vorstellung davon, wie der Vertreter eines Berufes und einer Hierarchiestufe aussehen und sich geben sollte. Mit Ihrem Auftreten repräsentieren Sie Ihre Firma, und dazu gehören nicht nur gute Fremdsprachenkenntnisse.

Etikette hat Bestand. Das wusste schon Adolph Freiherr von Knigge. Der Verfechter guter Manieren schreibt 1788 in seinem Werk „Über den Umgang mit Menschen": „Wir sehen die klügsten Menschen im gemeinen Leben Schritte tun, wozu wir den Kopf schütteln müssten." Fettnäpfchen lauern überall. Damen und Herren, die riechen, als hätten sie in Parfum gebadet sind genauso peinlich wie jene, die ihre Hose aus den Pobacken zupfen oder beim Small-Talk zweideutig scherzen.

Jede Branche hat ihren Stil

Die Anpassung an den gültigen Dresscode einer Firma erfordert Feingefühl. Berufseinsteiger sollten sich genau anschauen, wie ihre potenziellen Kollegen im Wunschunternehmen gekleidet sind. In einem internationalen Private-Banking-Umfeld ist beispielsweise mehr Formalismus gefragt als im Kundengeschäft mit Standardprodukten. Jeans, Turnschuhe, Shorts oder knappe Tops sind tabu. Auch wer statt schwarzer Socken weisse oder gemusterte zu Anzügen trägt, fällt unangenehm auf. Das klassische Outfit für den Mann besteht aus einer Kombination oder Anzug, bei den Damen ist es das Kostüm oder der Hosenanzug. Grau, anthrazit oder blau sind die häufigsten Farben.

Diese Unternehmen fördern weibliche Karrierewege:
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Bei Ihrem äusseren Erscheinungsbild sollten Sie auch auf Kleinigkeiten achten. Stimmen die nicht, verschlechtert das den Gesamteindruck. Eine Krawatte hat zum Beispiel direkt über der Gürtelschnalle zu enden. Alles andere zerstört die Proportionen. Zuviel Schmuck, hochgekrempelte Ärmel oder zu kurze Socken, die das Männerbein entblössen, sind ein Fauxpas. Nackte und behaarte Haut gilt im Business als unelegant. Deshalb sind bei Frauen Strümpfe – blickdichte vermeiden – zum Kostüm immer Pflicht, auch bei 35 Grad im Schatten. Zum Anzug werden Schnür- oder Schnallenschuhe getragen, bei der Dame darf maximal die Ferse frei sein. Da Schuhe im Business als Visitenkarte gelten, sind sie am besten schwarz, sauber geputzt und von hoher Qualität.

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