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Auf dem Weg zur Führungskraft
Karriere machen wollen viele. Doch was bedeutet es tatsächlich, Führungskraft zu sein? Welche Fähigkeiten müssen angehende Chefs mitbringen, um ihr Team zu Höchstleistungen anzuspornen?
Foto: © pressmaster - Fotolia.comViele Young Professionals wollen schnell auf eine verantwortungsvolle Position gelangen. Doch ein Team zu leiten, ist keine leichte Aufgabe für jemanden, der bisher keinerlei Führungsverantwortung hatte. Wie kann man sich schon früh auf solch eine Herausforderung vorbereiten?
Führungsseminare besuchen
Wer seinen Aufstieg systematisch planen will, sollte sich frühzeitig mit dem Thema Führung befassen. Berufseinsteiger mit Potenzial erhalten von ihren Arbeitgebern nicht selten eine fundierte Vorbereitung auf künftige Aufgaben. Spezielle Personalentwicklungsprogramme helfen auf dem Weg nach oben. Nachwuchsführungskräfte sollten die Angebote ihrer Arbeitgeber nutzen.
In vielen Unternehmen gibt es Seminare für angehende Vorgesetzte oder Teamleiter. Hier können sie sich unter anderem mit unterschiedlichen Führungsstilen vertraut machen.
So kann man seine Mitarbeiter zum Beispiel stark autoritär führen, indem man ihnen enge Grenzen steckt. Oder ein Chef setzt auf einen demokratischen Führungsstil und überlässt seinem Team viele Freiheiten, selbst zu entscheiden. Vorgesetzte mit einem partnerschaftlichen Führungsstil begegnen ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe.
Welcher der Führungsstile für die eigene Person und für das zu leitende Team sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden. Auf den Seminaren hat man zumindest schon einmal von den verschiedenen Möglichkeiten gehört.
Delegieren lernen
Der Führungsstil ist ein Aspekt – die Aufgaben, die ein Chef übernehmen muss, ein anderer. Um Mitarbeiter anzuleiten, empfiehlt es sich, spezielle Führungsinstrumente zu lernen.
Dazu gehört zum Beispiel: Ziele vereinbaren, Aufgaben delegieren und kontrollieren, Mitarbeiter fördern und weiterentwickeln, Feedback geben, motivieren und informieren. All diese Prozesse können angehende Führungskräfte in unternehmensinternen oder auch in externen Seminaren – zum Beispiel in Managementinstituten oder an Hochschulen – lernen.
Der Austausch mit erfahrenen Trainern oder sogar Managern kann helfen, sich der vielen unterschiedlichen Aufgaben bewusst zu werden.
Soft Skills für den Chef
Neben den fachlichen Qualifikationen eines Chefs sind auch weiche Faktoren, sogenannte Soft Skills wichtig. Eine gute Führungskraft kann auf ihre Mitarbeiter eingehen und ihnen zuhören.
Je genauer der Chef seine Mitarbeiter kennt, umso besser kann er sie für die verschiedenen Aufgaben einsetzen. Sichere Menschenkenntnis und eine gute Beobachtungsgabe sind für eine Nachwuchsführungskraft also unerlässlich. Einfühlungsvermögen, Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen sind weitere wichtige Eigenschaften.
Vor allem junge Menschen sind sich oft noch nicht sicher, ob sie von ihrer Persönlichkeit her den Anforderungen des Chef-Seins gewachsen sind. Häufig empfiehlt es sich, Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung zu besuchen. Hier lernen die Teilnehmer, wie sie in bestimmten Situationen reagieren (sollten).
Theoretisches Rüstzeug ist eine gute Sache, wenn man eine Führungsposition anstrebt. Vieles ist jedoch auch einfach „learning by doing“. Jedes Team ist unterschiedlich, auf jeden Mitarbeiter muss eine Führungskraft anders zugehen.
Wichtig ist dabei, sich trotz allem Theoriewissen über Führung nicht zu verbiegen: Wer authentisch bleibt und auch mal persönliche Schwächen zugibt, kommt bei seinen Team am besten an.
Datum: 5/08
Autor: Sabine Olschner
