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Studieren in Osteuropa: Studien- und Wohnbedingungen

Die Hochschullandschaft in Ost- und Mitteleuropa blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die Karls-Univeristät Prag ist die älteste Universität in Mitteleuropa (1347). Neben der historisch-kulturellen Bedeutung, besitzt die Karls-Universität auch eine wissenschaftlich entscheidende und angesehene Position in Europa.

Generell bietet ein Aufenthalt in Osteuropa spannende Möglichkeiten. Ausländische Studenten sind an den Universitäten gern gesehen und haben aufgrund der noch geringen Nachfrage die Chance auf vielfältige Unterstützung.

Nehmen Sie sich jedoch ausreichend Zeit, dieses Erlebnis vorzubereiten: Beginnen Sie mindestens zwölf Monate vor dem Auslandsaufenthalt mit den Vorbereitungen. So sparen Sie Geld, Stress und können den Aufenthalt optimal nutzen.

Wohnbedingungen

Wer hier ein Auslandssemester verbringen möchte, profitiert nicht nur von kulturellen und wissenschaftlichen Angeboten. Auch die Wohnbedingungen machen Osteuropa zu einer ernsthaften Alternative für den Auslandsaufenthalt. Denn die Lebenshaltungskosten sind in Osteuropa verhältnismäßig gering. Studentenwohnheime bieten einfache Zimmer teilweise schon ab 50 Euro an, ab 100 Euro gibt es beispielsweise in Slowenien oder Rumänien bereits Wohnungen auf dem freien Markt. Lediglich in einigen Innenstädten liegen die Mietpreise auf westeuropäischem Niveau.

Die Wohnungssuche gestaltet sich allerdings schwierig. Angebote im Internet sind rar. Der einfachste Weg ist es, sich über die jeweilige Hochschule um einen Platz im Studentenwohnheim zu kümmern oder regionale Tageszeitungen und Anzeigenblätter nach Wohnungsangeboten zu durchsuchen.

Studieren in Osteuropa: Lebenshaltungskosten im Vergleich

Studienbedingungen

Im Zuge des Bologna-Prozesses wird das Studiensystem in den meisten Ländern Europas bis 2010 vereinheitlicht. In Osteuropa hat ein Großteil der Länder sein Studiensystem bereits auf das einheitliche Bachelor-/Mastersystem mit Vergabe von Creditpoints umgestellt.

Estland beispielsweise − wie seine baltischen Nachbarn bekannt für gute Studienbedingungen, kleine Seminare, gute Ausstattung und verschulte Studienabläufe − bietet bereits jetzt ausschließlich Bachelor- und Masterstudiengänge an. Eine Länderübersicht mit Informationen auch zu den individuellen Studienbedingungen bietet der Deutsche Akademische Austausch Dienst.

Trotz vereinheitlichter Studiengänge sollten Sie im Vorfeld mit Ihrer Hochschule abklären, welche im Ausland erbrachten Leistungen für Ihr weiteres Studium anerkannt werden.

Währung

Noch wird in Osteuropa in den landeseigenen Währungen bezahlt. Während Slowenien den Euro noch dieses Jahr einführen will, wird der Euro in Estland und Lettland voraussichtlich 2008, in Litauen und der Slowakei 2009, in Tschechien 2010 und in Polen erst 2013 zur offiziellen Währung. Zwar ist vielerorts der Euro als Zahlungsmittel anerkannt, jedoch wegen ungünstiger Umrechnungen nicht zu empfehlen. Vorsicht ist auch bei sogenannten Wechselstuben geboten: Hohe Gebühren ermöglichen verlockende Wechselkurse.

Kümmern Sie sich daher im Vorfeld um den Geldwechsel und vergleichen Sie auch bei Banken die angebotenen Wechselkurse.

 

Datum: 3/2007

Autor: Marian Wolf