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Studieren in Osteuropa
Noch immer rangieren die ost- und mitteleuropäischen Staaten in der Beliebtheitsskala der Schweizer Studenten für einen Auslandsaufenthalt auf den hinteren Plätzen. Dabei stellt ein Semester in der historischen Mitte Europas eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zu üblichen Studienorten im Ausland dar.
Foto:© Waltraud Baeuerle/MEV Verlag
Osteuropa bietet eine attraktive Alternative zu üblichen Auslandsaufenthalten.
Nicht nur der kulturelle Reichtum, die landschaftliche Vielfalt, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung und Perspektive ─ vor allem im Zuge der EU-Erweiterung 2004 und 2007 – machen den Reiz für einen Auslandsaufenthalt in Osteuropa aus.
Das Bruttoinlandsprodukt der Länder steigt stetig und Unternehmen aus allen Branchen entdecken den Osten Europas als Investitionsmöglichkeit. Wer hier durch einen Auslandsaufenthalt frühzeitig interkulturelle Kompetenzen erwirbt, ermöglicht sich selbst viele Chancen in seiner beruflichen Entwicklung und weckt das Interesse vieler Personaler.
Immer mehr Schweizer Universitäten schließen daher Partnerschaften mit osteuropäischen Hochschulen und auch diese stellen sich mittlerweile internationaler auf: Kooperationen mit amerikanischen Universitäten sind genauso üblich wie Hochschulpartnerschaften innerhalb Europas. Eine Übersicht der Kooperationsbeziehungen Schweizer Hochschulen bietet der Rektorenkonferenz.
Vereinfacht wird dieser Prozess nicht zuletzt durch die Bologna-Deklaration, die ein einheitliches Hochschulsystem und eine vergleichbare Studienstruktur ab dem Jahr 2010 vorsieht.
Der Studienaufenthalt in Osteuropa ermöglicht neben der wissenschaftlichen Entwicklung in den ältesten Universitäten Europas die Erkundung etlicher kultureller Metropolen wie Prag, Krakau, Bukarest oder Bratislava mit historischem Kulturerbe: Die Karlsbrücke in Prag, die historische Innenstadt von Ljubljana oder die architektonische Vielfalt Bukarests.
Auch das kulturelle Leben, die Museen-, Theater-, und Konzertlandschaft oder das städtische Nachtleben ist vielerorts mindestens genauso ausgeprägt wie in den westeuropäischen Hauptstädten.
Das Studium in Osteuropa wird, sei es im hohen Norden Estlands oder an den Strandgebieten von Kroatien bis Rumänien, durch immer mehr Organisationen unterstützt.
Mehr zum Thema Studieren in Osteuropa:Studiengebühren und StipendienPapiere/Formalitäten/AnerkennungPostgraduate-StudiumSprachkenntnisseStudien- und Wohnbedingungen Studiengebühren im VergleichLebenshaltungskosten im Vergleich
Neben finanzieller Hilfe ist auch die organisatorische Unterstützung verschiedener Stipendienprogramme nicht zu unterschätzen. Denn trotz Fördermittel, aufstrebender Wirtschaft und entsprechender Bemühungen seitens der osteuropäischen Staaten, kann eine infrastrukturelle Entwicklung nur langfristig erfolgen.
Datum: 3/2007
Autor: Marian Wolf
