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Telefoninterview: Bei Anruf Job

Häufig benutzen Personalchefs das Telefoninterview, um schon vor der persönlichen Vorstellung mit der Bewerberauswahl zu beginnen. Wir geben Tipps zur Vorbereitung.
Telefoninterview Foto: © P. Ramakers/Intuitivmedia.de

Unterschätzen Sie nicht die Wichtigkeit des Telefoninterviews – am Telefon wird die soziale Kompetenz des Bewerbers getestet.

Das Telefoninterview ist so wichtig wie ein Auswahlgespräch. Unternehmen sparen durch die Auslese interessanter Kandidaten Zeit und Geld. Am Telefon testen sie die soziale Kompetenz des Bewerbers. Wer kommunikativ ist und sich neuen Situationen schnell anpassen kann, hinterlässt beim Personaler einen positiven ersten Eindruck.

Strukturiert antworten

Die meisten Firmen kündigen das Telefoninterview an. Dann ist es wichtig, sich eine überzeugende Selbstpräsentation zu überlegen. Wie antworte ich auf Fragen zum Lebenslauf? Was kann ich zum Unternehmen sagen? Wo sehe ich meine Stärken und Schwächen? Personaler erwarten klar strukturierte Antworten. Mit der Aufforderung „Erzählen Sie mal, was Sie die letzten Jahre gemacht haben", testen sie, wie pointiert wichtige Sachverhalte vom Bewerber dargestellt werden können.

Telefonskript verfassen

Wer hier munter losplaudert, hat verloren. Verfassen Sie vor dem Telefoninterview ein Telefonskript mit Stichwörtern, die Sie einbringen wollen. In der Regel wird der Personaler wichtige Punkte in Ihrem CV abfragen. Ihre Antworten sollten daher immer mit den Aussagen Ihres Lebenslaufs übereinstimmen, sonst riskieren Sie eine Absage.

Ein Beispiel: Fremdsprachenkenntnisse. Wer glaubt, bei der Bestellung von „due espressi" schon Grundkenntnisse in Italienisch zu haben, kann im Telefoninterview unangenehm auffallen. Viele Firmen setzen Native Speaker ein, die Ihre Sprachkenntnisse am Telefon testen. International tätige Firmen wechseln im Interview häufig unvermittelt die Sprache, um zu sehen, wie flexibel der Kandidat auf unvorhergesehene Situationen reagiert und inwieweit er tatsächlich die angegebenen Fremdsprachen beherrscht.

Gekonntes Selbstmarketing

Nur mit Ihrer Sprache und Ihrer Stimme müssen Sie den Personaler davon überzeugen, warum er gerade Sie zum persönlichen Gespräch einladen soll. Eine mentale Vorbereitung auf die Situation zahlt sich aus. Gezielt in den Bauch atmen hilft gegen Zittern in der Stimme. Üben Sie den Ernstfall wie ein Schauspieler seine Rolle, rufen Sie Freunde an, nehmen Sie sich selbst auf Band auf.

Wenn zum verabredeten Zeitpunkt das Telefon klingelt, dann lächeln Sie in Gedanken Ihren Gesprächspartner an. Schaffen Sie sich vorher ein angenehmes Umfeld. Dazu gehört ein ruhiger Telefonplatz, denn Konzentration ist die Grundlage für ein erfolgreiches Telefoninterview. Wer mit der Gammel-Jeans entspannt auf dem Sofa liegt, kann schnell einen zu saloppen Gesprächston annehmen. Sitzen Sie ruhig etwas besser gekleidet als sonst am Schreibtisch oder stehen Sie. Wichtig ist, dass Sie eine Haltung finden, in der Sie sich wohl fühlen.

Nicht ins Wort fallen

Neben Ihnen liegt Ihr Motivationsschreiben. Die wichtigen Fakten zum Unternehmen haben Sie im Kopf. Die Kopie Ihrer Bewerbungsmappe sowie der Terminkalender im Falle einer weiteren Verabredung sind ebenfalls in Reichweite. Der Personaler wird sich mit Namen melden, sprechen Sie ihn während des Gespräches ab und zu persönlich an.

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Stellen Sie Zwischenfragen und lassen Sie sich nicht jede Information aus der Nase ziehen. Trotz Ihrer Aufregung sollten Sie sich in sachlicher Zurückhaltung üben, dem Personaler nicht ins Wort fallen oder versuchen, Fragen auszuweichen. Auch wenn der Interviewer den Gesprächsablauf vorgibt, sollten Sie sich Schwerpunkte setzen. Haben Sie Ihre „Highlights" vor Augen – sie sind Ihr roter Faden, an dem Sie sich orientieren können.

Fragen Sie am Schluss, wie das Bewerbungsverfahren weitergeht. Das zeigt Interesse, und Sie geben Ihrem Gesprächspartner das Gefühl, ein klares Ziel im Blickfeld zu haben. Danach ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch nur noch eine Frage der Zeit.

Schwieriger ist es bei einem spontanen Telefoninterview. Lassen Sie sich bei widrigen Umständen niemals darauf ein. Es ist besser, ehrlich zu sagen, dass momentan kein idealer Zeitpunkt sei, und einen Termin mit dem Personalchef zu vereinbaren, als mit schnellem Puls halbherzige Antworten zu geben. Im Übrigen erlauben solche „Überfälle" auch eine Notlüge. Verabreden Sie einen neuen Termin. Dann können Sie entspannt den Hörer abnehmen und loslegen.

Checkliste Telefoninterview

  • Üben Sie im Vorfeld mit Freunden/Familie.
  • Sorgen Sie für einen ruhigen Telefonplatz.
  • Sitzen Sie gerade und atmen Sie ruhig ein und aus. Das entspannt die Stimme.
  • Halten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen griffbereit.
  • Entwerfen Sie ein Telefonskript mit Stichwörtern für Themen, die Sie gerne ansprechen möchten.
  • Fallen Sie dem Interviewer nicht ins Wort. Sprechen Sie ihn ab und zu mit Namen an.

Datum: 12/2009

Autorin: Christina Schubert


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