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Die Online-Bewerbung
Das Internet macht das Bewerben leichter? Von wegen: Es geht schliesslich nicht mehr einfach darum, aussagekräftige Unterlagen zu erstellen. Hinzu kommt die Entscheidung: Wann soll ich mich per Post und wann per E-Mail oder Online-Formular bewerben?
Auch bei Online-Bewerbungen müssen Format und Inhalt stimmen.
Soll ich oder soll ich nicht? Das grösste Problem bei der Online-Bewerbung liegt in der Entscheidung, ob der kurze und schnelle Weg über das Internet auch der richtige ist. Viele Bewerber berichten davon, dass Bewerbungen über ein Formular auf der Website Reaktionen hervorrufen, E-Mails unbeantwortet bleiben.
Ob eine Firma wirklich an einer Internet-Bewerbung – also an einer Bewerbung via Online-Formular oder E-Mail – interessiert ist, lässt sich dabei allein anhand von Indizien erraten. Ein Indiz steckt im Aufbau der Website. Steht dort zentral eine Postadresse und erscheinen auch alle Ansprechpartner bestenfalls mit Telefonnummer, aber nicht mit E-Mail-Adresse, so spricht dies für den traditionellen Postweg.
Genaue Angaben erhöhen Chancen
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Ein weiteres Indiz ist die Branche: Im öffentlichen Dienst sind Internet-Bewerbungen kaum verbreitet. Auch Lebensmittel-Firmen, überhaupt die gesamte produzierende Industrie, inklusive des Pharmasektors, verhält sich eher ablehnend der Online-Bewerbung gegenüber. Banken, Unternehmensberatungen, Wirtschaftskanzleien, IT-Firmen und viele internationale Unternehmen bieten dagegen fast durchweg ein spezielles Online-Tool an oder besitzen ein Formular mit Hochlademöglichkeit für den Lebenslauf.
Diese Unternehmen schätzen, wie IBM offen bekennt, vor allem die wirtschaftlichen Aspekte des Online-Bewerbungsweges. Da alle Bewerber die gleichen Felder ausfüllen müssen, lassen sich Profile einfach vergleichen. Wer exakte Angaben zu den eigenen Fähigkeiten und Skills zu macht, hat bessere Chancen gegenüber Wettbewerbern.
PDF-Datei erwünscht
Das ideale Format für die Mehrzahl der befragten Firmen ist das Acrobat-Reader-geeignete PDF. Der eigentliche Text der E-Mail sollte eine knappe Zusammenfassung des Motivationschreibens enthalten – je kürzer, desto besser. Und ganz wichtig: Entscheidend bei einer Bewerbung ist nicht der Bewerbungsweg, sondern der Inhalt. Stimmt dieser, ist es gleich, ob die Bewerbung über ein Formular, E-Mail oder per Post eingegangen ist.
Datum: 4/2004
Autor: Svenja Hofert
