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Bewerbung: Geschickt nachhaken
Foto: © Image 100 Ltd.
Nachhaken ist nur sinnvoll, wenn man dem Vorstellungsgespräch wirklich noch etwas hinzufügen kann.
Geschafft – das Vorstellungsgespräch ist gemeistert, die Stelle vielversprechend und die Hoffnung, sie zu bekommen, gross – und dann kommt häufig eine zermürbende Wartezeit.
Was tun, wenn Unternehmen wochenlang nichts von sich hören lassen? Eine Möglichkeit ist, telefonisch nachzufragen: Erkundigen Sie sich höflich über den Stand des Bewerbungsverfahrens. So verschaffen Sie sich Klarheit und zusätzliche Aufmerksamkeit beim Personalverantwortlichen. Doch der Zeitpunkt für das Telefonat will gut gewählt sein. Wer zu früh oder zu spät anruft, wirkt entweder ungeduldig oder nachlässig.
Vorbereitung für das Telefonat
Wer plant, bei seinem Wunschunternehmen telefonisch nachzuhaken, sollte seine Bewerbungsunterlagen parat haben. Wie bei einem Vorstellungsgespräch, ist auch hier eine gute Vorbereitung angebracht, da aus manchem kurzen Telefonat schnell ein echtes Bewerbungsgespräch entstehen kann.
Weiterführende Links:
Telefoninterview: Bei Anruf Job Vorstellungsgespräch: Gut geplant ist halb gewonnenArbeitsvertrag: Im Zweifel für den Arbeitnehmer
Notieren Sie sich vorher, was Sie mit dem Anruf erreichen möchten und sorgen Sie für eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Haben Sie Ihren Ansprechpartner am Telefon, stellen Sie sich vor. Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus, sondern geben Sie ihm Gelegenheit zu verstehen, worum es geht. Denken Sie daran: Sie waren wahrscheinlich nicht der einzige Kandidat, mit dem der Personaler in den letzten Wochen ein Vorstellungsgespräch führte. Geben Sie ihm Zeit, sich an Sie zu erinnern.
Positive Einstellung signalisieren
Erkundigen Sie sich freundlich, wie der Stand der Dinge ist. Auf keinen Fall sollten Sie dabei vorwurfsvoll oder negativ klingen. Formulierungen wie „Die Stelle ist bestimmt schon weg“ oder „Ich hätte sicher von Ihnen gehört, wenn ich in die engere Wahl gekommen wäre“ sollten Sie tunlichst vermeiden. Teilt Ihnen der Personaler mit, dass sich noch keine Entscheidung ergeben hat, fragen Sie ihn ruhig nach den weiteren Abläufen. Wer sich im Vorfeld nicht sicher ist, wie er am Telefon wirkt, sollte das Telefonat zuvor mit Familie oder Freunden besprechen und um Feedback bitten.
Der Nachfassbrief
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Warten Sie seit Ihrem Vorstellungsgespräch seit Wochen auf Antwort, können Sie einen Nachfassbrief verfassen, um Ihr Interesse an der ausgeschriebenen Stelle nochmals zu unterstreichen und auf diese Weise eine Entscheidung zu beschleunigen. Form und Inhalt eines solchen Briefes müssen dabei genauso sorgfältig gewählt werden wie bei den Bewerbungsunterlagen. Formal empfiehlt es sich, die Vorlage des Motivationsschreibens zu benutzen. Inhaltlich wird das Vorstellungsgespräch reflektiert; der Bewerber dankt beispielsweise für die offene Gesprächsatmosphäre und geht auf wichtige Diskussionspunkte nochmals ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, wesentliche Qualifikationen erneut hervorzuheben.
Fingerspitzengefühl
Bei der inhaltlichen Gestaltung zeigt sich schnell die Schwierigkeit solcher Nachfassaktionen: Wer dem Vorstellungsgespräch nichts mehr hinzuzufügen hat, sollte die Finger davon lassen. Denn Personalverantwortliche merken in der Regel genau, wenn es sich um eine eigentlich überflüssige, dem Rat eines Bewerbungsbuches entsprungene Aktion handelt. Im besten Fall löst das ein verständnisloses Kopfschütteln aus. Schlimmstenfalls lässt eine endgültige Absage nicht lange auf sich warten. Nur dann, wenn das Interesse an einer Stelle wirklich gross ist, und der Bewerber tatsächlich etwas zu bieten hat, ist ein Nachfassbrief sinnvoll.
Mit Grund zum Hörer greifen
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Möchten Sie erfahren, ob eine Entscheidung getroffen wurde, können Sie dies am besten telefonisch erledigen. Rufen Sie jedoch nur an, wenn Sie wirklich wichtige Fragen haben und genug Zeit seit dem Vorstellungsgespräch vergangen ist. Andernfalls reagieren Personalchefs schnell gereizt, denn bei der täglichen Flut von Bewerbungen ist für Belangloses in der Regel keine Zeit.
Wenn trotz aller Bemühungen eine Absage ins Haus flattert, können Bewerber auch daraus einen Gewinn für zukünftige Bewerbungen ziehen. Ablehnungsgründe zu erfragen, ist zwar immer noch ungewöhnlich, aber keinesfalls tabu. Schliesslich ist es wichtig zu erfahren, warum es mit dem Traumjob nicht geklappt hat. Eine höflich formulierte und entsprechend begründete Anfrage klärt am besten, welche fachlichen oder persönlichen Qualifikationen verbessert werden müssen.
Checkliste Nachhaken
- Falls Sie den Weg per E-Mail wählen: Achten Sie auf eine klare und positive Formulierung. Sprechen Sie den Gesprächspartner direkt an und vergessen Sie Ihre Signatur nicht.
- Nachhaken per Telefon: Fragen Sie zuerst, ob der Gesprächspartner eine Minute Zeit hat. Schildern Sie dann Ihr Anliegen. Keine Zeit? Besser Sie vertagen sich und rufen später noch einmal an, denn unter Zeitdruck telefoniert es sich schlecht.
Datum: 10/2009
Autor: hobsons.ch
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