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Initiativbewerbung: Klasse statt Masse!
Foto: © Stefan Thiermayer / Fotolia.de
Klasse statt Masse: Mit einer fokussierten, gut präsentierten Initiativbewerbung überzeugen Sie Personaler.
Eine Initiativbewerbung erfordert noch mehr Sorgfalt als eine Bewerbung auf eine konkrete Stellenanzeige. Behalten Sie daher die gängigen Standards im Auge und versenden Sie nur vollständige Bewerbungen, die fokussiert sind. Mit Unterlagen, die den Eindruck von Rundschreiben vermitteln, werden Sie bei Personalern nicht punkten.
Versenden Sie nur vollständige Bewerbungsunterlagen, die neben Anschreiben und Lebenslauf auch Zeugnisse, Weiterbildungsnachweise und Referenzen enthalten. Die Unterlagen sollten auf die von Ihnen angedachte Tätigkeit zugeschnitten sein, denn Massenbewerbungen fallen dem geschulten Auge des Personalers sofort ins Auge. Machen Sie daher gekonnt auf sich aufmerksam und zeigen Sie Klasse statt Masse!
Initiativbewerbung: Das Anschreiben
Ein fokussiertes und auf Ihre Wunschposition zugeschnittenes Anschreiben ist für die Initiativbewerbung unerlässlich. Es sollte sich stets an einen konkreten Adressaten richten und ihm verdeutlichen, was Sie zu bieten haben, warum Sie sich gerade für diese Firma interessieren und welchen Nutzen der Arbeitgeber aus Ihrer etwaigen Einstellung ziehen könnte.
Buchtipp:
Empfehlenswert ist der Ratgeber von Jürgen Hesse / Hans Christian Schrader: Die überzeugende Initiativbewerbung. Eichborn Verlag, Frankfurt 2008, 160 Seiten, Preis CHF: 24,00.
Idealerweise nehmen Sie auf ein vorab geführtes Telefongespräch Bezug und bedanken sich noch einmal für das informative Gespräch. Setzen Sie allerdings nicht voraus, dass sich Ihr Gesprächspartner jedes Detail des Telefonats gemerkt hat. Wiederholen Sie stattdessen die für Sie sprechenden Argumente und gleichen Sie diese mit den Anforderungen des Unternehmens ab. Sofern Sie im Telefongespräch wichtige Zusatzinformationen erhalten haben, sollten Sie diese unbedingt in das Anschreiben einbauen.
Initiativbewerbung: Der Lebenslauf
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Als selbstbewusster Bewerber sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Bedenken Sie, dass Sie das Unternehmen von Ihrer Person überzeugen müssen, obwohl keine konkrete Stelle ausgeschrieben ist. Daher ist es wichtig, den Lebenslauf auf das Unternehmen zuzuschneiden und alle aufgeführten Stationen mit Zeugnissen zu belegen. Halten Sie sich formal an die Standards, die allgemein für Lebensläufe gelten. Ein Tipp zum Foto: Schauen Sie sich die Fotos von Mitarbeitern auf der Homepage des Unternehmens an. Dies verrät Ihnen einiges über die Kleiderordnung.
Initiativbewerbung: Per Post- oder E-Mail?
Tipps für Ihre E-Mail-Bewerbung:
- Richten Sie Ihre E-Mail-Bewerbung nie an eine allgemeine Adresse, etwa info@wunschunternehmen.de, sondern stets an den direkten Ansprechpartner.
- Übernehmen Sie ein kurzes Anschreiben in den Mailtext.
- Fügen Sie im Anhang das eigentliche Anschreiben (max. 1 Seite) bei.
- In Ihre elektronische Bewerbungsmappe gehört neben dem Anschreiben Ihr Lebenslauf inklusive Zeugnisse als pdf-Datei.
- Versenden Sie max. 2 MB.
- Schicken Sie nur dann eine Kurzbewerbung - bestehend aus Anschreiben und Lebenslauf - wenn dies vom Unternehmen ausdrücklich gewünscht wird.
Klären Sie bereits im Vorfeld – bestenfalls bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme – ob Ihr Wunschunternehmen eher die Post- oder die E-Mail-Bewerbung bevorzugt. Heutzutage wünschen sich die meisten Unternehmen eine Bewerbung auf dem elektronischen Weg.
Sofern aber unklar bleibt, ob das Unternehmen die E-Mail-Bewerbung wünscht, sollten Sie eher die konventionelle schriftliche Bewerbungsmappe wählen.
Nachfassen: Fingerspitzengefühl entscheidet
Harren Sie nicht der Dinge, die kommen mögen, sondern bleiben Sie aktiv und rufen Sie sich bei Ihrem Wunschunternehmen ins Gedächtnis. Gehen Sie dabei diplomatisch vor: Sie befinden sich noch in der Anfangsphase des Bewerbungsprozesses, daher ist Fingerspitzengefühl besonders wichtig. Reagieren Sie nicht bereits nach zwei oder drei Tagen, sondern behalten Sie auch interne Unternehmensvorgänge im Auge. Sie sollten Ihrem Wunscharbeitgeber etwa zwei Wochen Zeit geben, bevor Sie auf höfliche Art und Weise telefonisch nachhaken. Wenn Sie gegenüber dem Personalverantwortlichen Ihre beruflichen Interessen mit Nachdruck, aber dennoch freundlich verfolgen, liefern Sie dem Unternehmen ein weiteres Einstellungsargument.
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Datum: 10/2009
Autorin: Katrin Lang
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