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Bewerbungsvideo: Nicht immer sinnvoll

BewerbungsvideoFoto: © Francesco Faranna/Fotolia.de

Und...Klappe! Proben Sie mit Freunden, bevor Sie die Kamera anschalten.

Das Bewerbungsvideo scheint der neue Trend auf dem Arbeitsmarkt zu sein. Doch Vorsicht ist geboten. Nicht für jeden ist ein Bewerbungsvideo ideal.

In den USA ist das Bewerbungsvideo gang und gäbe. In der Schweiz betreten Bewerber damit Neuland.

Viele Personaler stehen den bewerbenden Kurzfilmen noch kritisch gegenüber. “Das liegt aus meiner Sicht an überkommenen Vorstellungen und daran, dass die derzeitigen HR-Leute oft noch aus der Nicht-Internetgeneration stammen“, sagt Karriereexpertin Svenja Hofert.

Bewerbungsvideos bedeuten einen Umbruch im herkömmlichen Rekrutierungsprozess und kosten den Personaler Zeit. So besteht für den Bewerber die Gefahr, dass das Video gar nicht angeschaut wird.

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Bewerbungsvideo kein Ersatz für die Bewerbungsmappe

Das Bewerbungsvideo ist kein Ersatz für die klassische Bewerbungsmappe mit Anschreiben und Lebenslauf, sondern ein Zusatz. Es soll allein die Persönlichkeit des Bewerbers zum Ausdruck bringen.

Die Länge des Videos sollte zwei Minuten nicht überschreiten. Schliesslich geht es darum, dem Personaler zusätzlich zu den Fakten auf Papier ein Bild der Person zu vermitteln. In den zwei Minuten sollte der Bewerber dem Unternehmen seine Motivation und Karriereziele mitteilen und neben universitären Leistungen auch berufsrelevante Erfahrungen nennen.

Vorteilhaft im kreativen Bereich und der Medienbranche

Formen für das Bewerbungsvideo
1. Erzähl-Form: Der Bewerber erzählt in der Ich-Form.

2. Interview-Form: Eine zweite Person befragt den Bewerber zu dessen Karriereplänen und Motivation. Zu sehen ist dabei nur der Bewerber.

3. Action- Form: Eigene Arbeitsproben werden präsentiert. Das eignet sich besonders für Fotografen, Designer und andere Leute aus der Medienbranche.

Bewerbungsvideos eignen sich vor allem für Bewerber, die in ihrem zukünftigen Job in kreativen Bereichen der Medienbranche arbeiten wollen. Noch sind diese aber auch dort eine Ausnahme, wie Silke Walz von Hubert Burda Media bestätigt, die Bewerbungsvideos positiv gegenübersteht: “Es ist eine witzige Abwechslung und eine schöne Ergänzung zur eigentlichen Bewerbungsmappe. Der Bewerber signalisiert damit, dass er sich mit den Neuen Medien auskennt, was besonders im crossmedialen Bereich von Vorteil ist.“

Der Bewerber sollte aber immer erkennen lassen, weshalb er seiner Bewerbung ein Video beifügt. Zeitaufwendige und konzeptlose Videos finden wenig Anklang.

Teil 2: In welchen Branchen Bewerbervideos nicht gut ankommen
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