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Bewerbungshomepage: Unnötig
Viele Bewerber finden es professionell, im Bewerbungsprozess
auf eine eigene Homepage zu verweisen. Der
Wunsch: Auf der Seite sollen potenzielle Arbeitgeber die
Vorzüge und den Lebenslauf des Verfassers nochmal in
Ruhe ansehen. Doch haben Personalverantwortliche für
solch eine Seite wirklich Verwendung? Eher nicht, sagen
unsere beiden Experten.
Ilkay Boramir
Leiter Recruiting, Horváth & Partner GmbH
"Bei Horváth & Partners sind Bewerbungen mit Bezug
auf eine Bewerbungshomepage erfreulicherweise selten. Wir sichten
trotz einer Vielzahl jede einzelne Bewerbung persönlich – ohne Vorschaltung eines automatisierten Filters. Diese Zeit nehmen wir
uns gerne.
Im Gegenzug erwarten wir jedoch, dass sich Bewerber
mit uns als potenziellem Arbeitgeber auseinandersetzen und sich
zielgerichtet bewerben, auch wenn sie dafür etwas mehr Zeit aufwenden müssen."
Umständliche Homepages
"Die Bewerbungs-E-Mail ohne Anschreiben, nur mit Link-Angabe zu einer Homepage, ist häufig wenig individuell, der Zugang über Benutzerkonto und Passwort umständlich und gegebenenfalls verschieben Spam-Filter die E-Mail automatisch. Zudem müssen wir die Inhalte der Seite manuell in unserer Datenbank speichern. Wenn die Bewerbungshomepage seriös gestaltet ist und einen Mehrwert bietet, kann sie für bestimmte Berufsgruppen tatsächlich angebracht sein. Wir bevorzugen jedoch unser für beide Seiten effizientes Online-Bewerbungsformular."
Alexander Senn
Head HR Marketing,
KPMG AG (Schweiz)
"KPMG favorisiert klar die klassische Online-Bewerbung. Eine Bewerbungshomepage ist für den Rekrutierungsprozess zu zeitaufwendig. Bewerber, die eine eigene Homepage in Betracht ziehen, sollten sich ausserdem über die Sicherheitsrisiken im Klaren sein. Wer seine Daten online stellt, setzt sich der Gefahr des Datenklaus aus. Als sinnvoll erachte ich eine Bewerbungshomepage höchstens bei Bewerbungen für ein kreatives Umfeld, etwa bei Werbe- oder Medienagenturen. Bei Finanzdienstleistungs- sowie Beratungsunternehmen ist diese Form der Bewerbung nicht verbreitet."
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Schnellerer Ablauf über Online-Bewerbungen
"Bei KPMG bevorzugen wir Online-Bewerbungen über unsere eigene Stellenplattform, weil die Daten direkt erfasst werden können. Das ist schneller, kostengünstiger und steigert die Qualität des Rekrutierungsprozesses, wovon auch die Kandidaten profitieren. Und je einfacher es der Bewerber den Rekrutierungsverantwortlichen macht, umso positiver gehen diese an die Bewerbung heran."
Datum: 9/2009
