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Bewerben auf Englisch: Mut zur Lücke

Bewerben auf EnglischFoto: © Michael Röder / Fotolia.de

Besonders in den USA gefragt: Machen Sie sich mit Ihrer Bewerbung einzigartig und gestalten Sie ein Werbeblatt für sich selbst.

Eine Bewerbung in englischer Sprache zu verfassen bereitet vielen Bewerbern Bauchschmerzen, selbst wenn sie über gute Sprachkenntnisse verfügen.
Doch nur Mut: Gefragt ist nicht eine hochgestochene Übersetzung gespickt mit schwierigen Vokabeln – gerade im angloamerikanischen Sprachraum wird auf einfache Formulierungen Wert gelegt.

Bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen gibt es grosse Unterschiede zwischen den in der Schweiz üblichen Standards und denen des englischsprachigen Auslands. So umfasst eine Bewerbung in Grossbritannien, Australien, den USA oder Kanada zunächst einmal nur ein einseitiges Motivationsschreiben und einen auf eine Seite, wie in den USA, beziehungsweise zwei Seiten beschränkten Lebenslauf (Grossbritannien).

Die in der Schweiz üblichen Beilagen (Hochschul- und Arbeitszeugnisse) entfallen bei einer Bewerbung auf Englisch. Wenn das Unternehmen nachträglich Einsicht erhalten möchte, fordert es die entsprechenden Unterlagen an. Der Kandidat kann diese dann nachreichen. Eingesandte Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt. Gelten für Grossbritannien teilweise gesonderte Regeln, richten sich Bewerbungen im übrigen Ausland – wie beispielsweise Kanada, Australien oder auch Asien – nach dem amerikanischen Vorbild.

Cover Letter - das englische Motivationsschreiben

Englische Bewerbung:
Das bleibt draussen

  • Mappe (lose Blätter einfach in A4-Umschlag stecken)
  • Bewerbungsfoto
  • Geburtsdatum (in GB erlaubt)
  • Heimatort
  • Alter
  • Eltern und deren Beruf
  • Familienstand (in GB erlaubt)
  • Nationalität (in GB erlaubt)
  • Beilagen
  • Referenzen (in GB erlaubt)
  • Gehaltsvorstellung (bei Job Agencies erwünscht)
  • Datum und Unterschrift im CV

Im Motivationsschreiben (amerikanisch Cover Letter, englisch Covering Letter) kommt es darauf an, knapp und zielgerichtet genau eine Frage zu beantworten: Warum bin ich die geeignete Person für diese Stelle?

Jeder Satz sollte daraufhin geprüft werden, ob er als Verkaufsargument taugt. Zahlen und Fakten zählen mehr als die Selbsteinschätzung des Bewerbers. Beschreiben Sie, was Sie in einem Job erreicht haben. Tipp: Muster-Formulierungen finden Sie hier.

Der Aufbau

Das Motivationsschreiben sollte vier Abschnitte umfassen: Adressat, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Dabei gilt es zu beachten: Während in Grossbritannien das Datum wie in der Schweiz angegeben wird, wird in Amerika der Monat vor die Tages- und Jahreszahl gestellt (March 01, 2009). Die übliche Anrede ist „Dear Mr/Dear Ms", wobei im Englischen nach Mr. und Ms. kein Punkt gesetzt wird, im Amerikanischen hingegen schon.

Die einen Absatz umfassende Einleitung dient dazu, dem Adressat sein Anliegen zu erläutern; erwähnen Sie hier die ausgeschriebene Position sowie, wenn möglich, das Inserat, auf welches Sie sich beziehen.

Im Hauptteil heben Sie Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten hervor, welche gerade Sie für den ausgeschriebenen Beruf qualifizieren. Wichtig ist dabei, Bezug auf die Firmenschwerpunkte und das Inserat zu nehmen. Die zwei bis drei Absätze sollten einen kurzen Überblick über Ihren bisherigen beruflichen Werdegang geben und aufzeigen, warum Ihr Lebenslauf lesenswert ist.

Ziel des Cover Letters: Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch

Musterbeispiel:

Amerikanischer CV als PDF

Anschreiben auf Englisch: Formulierungen

Mit diesen Begriffen können Sie punkten: Action Words

Sie suchen den passenden Ausdruck? Glossar Deutsch - Englisch

Der Schlussabschnitt zielt darauf ab, zu einem persönlichen Gespräch eingeladen zu werden. Dementsprechend danken Sie für die Möglichkeit, sich vorstellen zu dürfen. Verabschieden Sie sich mit „Yours sincerely" im britischen beziehungsweise mit „Sincerely“ im amerikanischen Sprachraum und schliessen Sie mit Ihrer Unterschrift. Auf den Lebenslauf verweisen Sie unterhalb des Schreibens mit „enclosures" oder „encl.".

Wichtig ist – wie bei Bewerbungen hier zu Lande auch – das Vermeiden von orthographischen Fehlern. Durch solche oder ungenaue Übersetzungen werden sonst aus Top-Kandidaten schnell Anwärter für den Papierkorb. Da gibt es auch bei Nicht-Muttersprachlern kein Pardon.

Informationen zu französischsprachigen Bewerbungen finden Sie hier:

Allgemeine Informationen Der LebenslaufDas Motivationsschreiben – Formulierungsbeispiele

Datum: 07/2010

Autorin: Svea Belz

weiter: CV mit Appetithappen

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