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Ratgeber Masterstudium:
Welcher Master ist der richtige?
Foto: © Carolina K. Smith MD/Fotolia.de
Was kommt nach dem Bachelor? Der Job? Oder direkt der Master?
Der Bachelor oder der Berufseinstieg ist geschafft, schon stellt sich für viele die Frage nach dem Master. Doch für wen ist ein Masterstudium sinnvoll und was gilt es zu beachten?
"Jeder der sich weiter qualifizieren und seine Fachkenntnisse vertiefen möchte, sollte einen Master anstreben", rät Julia Bender vom Zentrum für Management- und Personalberatung (zfm) in Bonn. Mit dieser Meinung ist die Beraterin nicht alleine. Unternehmensvertreter und Arbeitgebeverbände stossen ins gleiche Horn und empfehlen vor allem Fachkräften - etwa Ingenieuren oder Informatikern - einen Master an den Bachelor anzuschliessen.
Dabei ist der Master für einen erfolgreichen Berufseinstieg zunächst einmal nicht unbedingt erforderlich. So stellt die Unternehmensberatung Accenture sowohl Bachelor- als auch Masterabsolventen ein. Und auch bei der Continental AG genügt der Bachelor für die klassischen Einstiegspositionen. "Nur für fünf bis maximal zehn Prozent der Juniorpositionen bei der Continental AG ist ein Master zwingend erforderlich", schätzt Sehnaz Oezden, Head of Corporate Employer Branding & Recruiting. Für bestimmte Tätigkeitsprofile und Führungspositionen sei ein Master hingegen unabdingbar.
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Dass der Master für den Berufseinstieg nicht zwingend notwendig ist, für eine erfolgreiche Karriere aber einen wesentlichen Baustein darstellt, beweist auch das Beispiel der Unternehmensberatung Roland Berger. Ungeachtet existierender Einstiegspositionen für Bachelorabsolventen empfiehlt HR Senior Advisor Kathrin Pommer: "Für eine langfristige Karriere in der Strategieberatung empfehlen wir ein Masterstudium oder einen MBA."
Dass für Akademiker, die "nur" einen Bachelor oder ein Diplom besitzen, die Aufstiegsmöglichkeiten womöglich limitiert sind, legen auch die erst kürzlich veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) nahe.
Der richtige Zeitpunkt für das Masterstudium
Die Beispiele Accenture und Continental legen nahe, nach dem Bachelor zunächst Berufserfahrung zu sammeln und später dasMasterstudium anzuschliessen. Für die Mehrzahl der Unternehmen scheint dies die perfekte Kombination zu sein. "Einen Königsweg gibt es aber nicht", betont Kathrin Pommer von der Unternehmensberatung Roland Berger. Simone Wamsteker, Leiterin Channelmanagement bei Accenture, sieht das genauso: "Wie die verschiedenen Bausteine Bachelor, Master, Auslands- und Praxiserfahrung kombiniert werden, hängt vom Einzelfall ab." Klar ist: Wer eine Spezialistenfunktion anstrebt, etwa in Forschung und Entwicklung oder im Controlling, sollte mit dem Schwung aus dem Bachelorstudium direkt auf den Master zusteuern. Wer hingegen noch Orientierungsbedarf hat oder sich zusätzlich zu bestehenden fachlichen Qualifikationen fachfremdes Wissen aneignen möchte, sollte zuerst Praxiserfahrung sammeln.
weiterlesen: Konsekutiver oder nicht-konsekutiver Master?

