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Nach dem Bachelor: Job oder Master?
Gleiche Chancen für Bachelor und Master
Je nach Studienrichtung stehen Bachelorabsolventen die gleichen Branchen offen wie allen anderen Akademikern. Kaufmännische Absolventen haben es dabei einfacher als Studenten technischer Fachrichtungen. Bei letzteren wird in der Regel ein Masterabschluss erwartet, ebenso wie bei Juristen oder Naturwissenschaftern. Wo Bachelor willkommen sind, starten sie häufig auf den gleichen Positionen wie Diplom- oder Masterabsolventen: als Trainee oder als Direkteinsteiger.
Ein Masterstudiengang nach ein paar Jahren Berufserfahrung ist sinnvoll, wenn:
- Sie Führungsaufgaben übernehmen, oder in ein anderes Fachgebiet wechseln wollen, für das Ihnen die notwendigen
Kenntnisse fehlen. - Ihnen die akademische Weiterbildung zu einer höhere Position im Unternehmen verhilft.
- Sie eine erneute Theoriephase nicht scheuen – nach einigen Jahren im Beruf fällt das Lernen manchem schwer.
Bachelor: Firmen bieten Weiterbildungsmöglichkeiten
Einige Unternehmen bieten berufsbegleitende Seminare zum Erwerb vertiefender Qualifikationen an. Besonders grosse Firmen aus den Branchen Banking, Consulting, Wirtschaftsprüfung und Versicherung sind mit ihren eigens für Bachelorabsolveten entwickelten Einstiegsprogrammen Vorreiter auf diesem Gebiet. Die zunehmende Absolventenzahl der nächsten Jahre wird diesenTrend voraussichtlich verstärken.
Der Vorteil für die Unternehmen liegt auf der Hand: Sie können den Einsteigern gezielt die Qualifikationen vermitteln, die in ihrem Haus wichtig sind.
Bachelor: Einstiegssaläre
Was den Lohn und den beruflichen Aufstieg angeht, müssen sich Bachelor oft gedulden. Denn manche Arbeitgeber zahlen Bachelorabsolventen zunächst ein etwas niedrigeres Gehalt als den Kollegen mit Master- oder Diplomabschluss. Auch das Erreichen der nächsten Karrierestufe kann mitunter zwei Jahre länger dauern. In der Regel gelten für alle weiteren Karrieremöglichkeiten jedoch universelle Kriterien: Die Leistung zählt!
Bachelor: Direkt weiter zum Master
Der Bachelor ist ein vollwertiger berufsqualifizierender Abschluss und erfordert somit kein weiteres Studium. Wer dennoch auf den ersten Titel aufsatteln möchte, kann ein ein- bis zweijähriges Masterstudium anschliessen – entweder direkt nach dem Bachelorabschluss oder nach mehreren Jahren im Job. Manche Masterprogramme setzen Berufserfahrung voraus, andere kann man direkt nach dem Bachelor studieren.
Aber nicht jeder Bachelorabsolvent hat die Möglichkeit, ein Masterstudium aufzunehmen, da viele Hochschulen nur eine begrenzte Zahl an Studienplätzen anbieten. Aus diesem Grund entscheiden strenge Auswahlkriterien – darunter die Abschlussnote – darüber, wer zum Masterstudium zugelassen wird.
Master: Konsekutives Studium oder andere Fachrichtung?
Bei der Wahl eines Masterstudiengangs können Bachelorabsolventen entweder eine Fachrichtung wählen, die auf ihrem Studium aufbaut, um erworbene Kenntnisse zu vertiefen (konsekutives Studium), oder sich für eine völlig andere Fachrichtung (also ein nicht-konsekutives Studium) entscheiden und dadurch eine Art Doppelqualifikation erwerben.
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Meist werden dafür zusätzliche Qualifikationsnachweise gefordert. Mittels GMAT oder TOEFL-Test werden beispielsweise Sprachkenntnisse abgeprüft, während der GRE General oder GRE Subject Test Aufschluss über relevante Sozial- und Fachkompetenzen geben.
Manche Universitäten verlangen auch einen kurzen Vorstellungsvortrag von angehenden Masterstudenten. Ein Masterstudium, das erst nach ein paar Jahren im Beruf aufgenommen wird, wird als weiterbildend oder auch exekutiv bezeichnet.
Datum:05/2010
Autorin: Sabine Olschner
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